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[NOHYPHEN]Technisches Problem könnte Verschiebung der neuen Lkw-Autobahngebühr in Österreich notwendig machen Elektronik statt Mautkabinen am Brenner Die Regierung in Wien berät heute, ob sie an der Entscheidung festhält, die ab 2002 geplante neue Lkw-Maut manuell zu erheben, oder doch auf eine elektronische Abbuchung umsteigt. Dies würde aber bedeuten, dass das neue System frühestens 2004 eingeführt werden könnte. [] MATTHÄUS KATTINGER

HANDELSBLATT, 8.8.2000

WIEN. Unabhängig von den Abmachungen mit der Europäischen Union plant Wien einen Umstieg bei der Autobahnmaut. Auslöser des Umdenkprozesses in Richtung eines vollelektronischen Abbuchungssystems ist der für den Verkehr zuständige Infrastrukturminister [NAMEN]Michael Schmid[] (FPÖ). Er empfiehlt in seinen Kollegen im österreichischen Kabinett einen Widerruf der bereits gestarteten Systemausschreibung und einen Vergabestopp. Offiziell sollte der Auftrag am Donnerstag dieser Woche an den österreichischen Elektronikkonzern [FIRMEN]Kapsch AG, Wien[], erteilt werden. Laut Schmid hätte der von ihm befürwortete Umstieg "vom veralteten und teuren dualen System" auf ein "elektronisches System auf dem neuesten Stand der Technik" auch den angenehmen Nebeneffekt, dass Österreich einigermaßen zeitgleich mit Deutschland in die verursachergerechte Besteuerung des Lkw-Verkehrs einsteigen könnte. Die Regierung von ÖVP und FPÖ ist in der Frage der Lkw-Maut aber längst nicht einer Meinung. Wobei es nicht so sehr darum geht, ob Österreich damit die aktuell modernste Technik einsetzt, sondern eher um die kurzfristigen finanziellen Auswirkungen auf den Straßenbau und den Staatshaushalt. Denn mit einer Verschiebung des Startes der Lkw-Maut würden der für den Autobahn- und Schnellstraßenbau zuständigen Finanzierungsgesellschaft dringend benötigte Einnahmen von 5 Mrd. ÖS fehlen. Dieses Loch müsste aber aus dem Staatshaushalt gestopft werden, weil sonst die Gesellschaft zahlungsunfähig wäre. Der Finanzminister aber braucht wegen des Ziels, schon 2002 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, jeden Groschen. [ZWITEL_2Z]Vollelektronik ist

auch billiger []Nicht nur technisch, sondern auch bezüglich der Kosten spricht alles für ein vollelektronisches System nach Schweizer Vorbild. Denn die Errichtung der derzeit geplanten 23 Haupt- und 67 Nebenmautstellen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen würde laut einer Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) 2,5 Mrd ÖS kosten. Das Mautstellensystem ist laut VCÖ teuer. Und auch der Einführungstermin 2002 sei nicht so sicher, wie überall getan werde, stehen doch noch zahlreiche Grundstücksprobleme und Umweltverträglichkeitsprüfungen für die Errichtung der Mautstellen aus. Anders sieht es dagegen das auf dem Schweizer LSVA-System basierende Global Positioning System (GPS) aus, das aus einem elektronischen Bordgerät, einer GSM-Kommunikation und straßenseitigen Funkbojen besteht. Selbst Fahrzeuge, die über kein elektronisches Bordgerät verfügen, würden keine Mautstellen benötigen. Diese könnten bei Automaten (etwa bei Tankstellen oder auch an Parkplätzen) mit Mikrowellen oder Infrarot ablesbare Streckenkarten kaufen. Laut VCÖ verschlinge das Schweizer LSVA-System nur 4 % der Einnahmen an Betriebsaufwand, im Vergleich zu rund 30 % für das in Österreich geplante personalintensive Mautkabinensystem.

[ZWITEL_2Z]Siemens

hat noch

nicht aufgegeben []Zu ähnlichen Ergebnissen kommt

[FIRMEN]Siemens

Österreich[]. Die Österreich-Tochter des Münchner Konzerns hat trotz der vor Monaten beschlossenen Vergabe des Auftrages an Kapsch nicht aufgegeben. Wie Vorstandsvorsitzender Albert Hochleitner in einem Pressegespräch erklärte, habe

Siemens

ein auf Funklangwellen basierendes System angeboten, das "ungefähr eineinhalb Jahre" nach Auftragsvergabe in Betrieb gehen könnte. Laut Hochleitner würde

Siemens

das System auf eigene Kosten installieren und dafür zehn Jahre lang 19

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