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Bridgestone senkt Gewinnprognose für 2000 um 80 %

Der japanische Reifenhersteller Bridgestone hat seine Gewinnschätzung für das laufende Geschäftsjahr 2000 auf Grund der finanziell aufwändigen Rückrufaktion seiner US-Tochter Firestone drastisch um 80 % nach unten revidiert.

Reuters TOKIO. Das Unternehmen teilte am Donnerstag in Tokio mit, es rechne nun mit einem Gewinn von 13 Mrd. Yen (257 Mill. DM). Im August war Brigestone noch von einem Jahresüberschuss von 67 Mrd. Yen ausgegangen. Im vergangenen Jahr hatte Bridgestone einen Gewinn von 88,69 Mrd. Yen erwirtschaftet. Die Bridgestone-Aktie verzeichnete nach der Gewinnwarnung im Tokioter Handel Kursverluste.

Die US-Tochter Firestone hatte im August den Rückruf von 6,5 Mill. Reifen angekündigt. Hintergrund der vor allem in den USA laufenden Aktion sind Unfälle von Fahrzeugen mit Firestone-Reifen, bei denen sich die Lauffläche gelöst haben soll. Damit wurden nach früheren Angaben der US-Verkehrsicherheitsbehörde rund 148 Unfalltote in Verbindung gebracht.

Für seine US-Tochter werde Bridgestone im laufenden Jahr Sonderverluste von 750 Mill. $ verbuchen, um die Rückrufaktion zu finanzieren sowie um mögliche Schadensersatzforderungen abzudecken, hieß es weiter. Ursprünglich hatte der Mutterkonzern dafür Sonderverluste von 350 Mill. $ eingeplant.

Im Tokioter Handel verzeichnete die Bridgestone-Aktie Kursverluste von 1,43 % auf 1100 Yen.

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