Brief am Freitag an die Dresdner Bank gesandt
Kirch Media pocht auf Schadensersatz

Die Kirch Media pocht wegen der Verpfändung des 25-prozentigen Anteils am spanischen TV-Sender Telecinco an die Dresdner Bank AG, Frankfurt, auf Schadenersatz. In einem Schreiben fordere der Medienkonzern die Bank dazu auf, bis in der dritten Januarwoche Stellung zu beziehen, erklärte ein KirchMedia Sprecher am Montag.

vwd MÜNCHEN. Ein Dresdner-Bank-Sprecher konnte indes den Eingang eines Briefes von der Kirch Media noch nicht bestätigen. Er erklärte jedoch unter Verweis auf ein Rechtsgutachten des Instituts, die Bank sei nach wie vor von der Rechtmäßigkeit der Verpfändung des Telecinco-Anteils an sie überzeugt.

Kirch Media hat das Schreiben einem Sprecher zufolge am Freitag abgeschickt. In diesem Brief bestreitet der Medienkonzern vor, dass die Verpfändung des Telecinco-Anteils für einen Kredit der Dresdner Bank über 460 Mill Euro an Kirch Media rechtmäßig war. Während Unternehmenskreise mit Bezug auf ein juristisches Gutachten erklärten, der Anteil sei unter Ausnutzung einer Zwangssituation verpfändet worden und deshalb sittenwidrig, soll die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) nach Angaben aus Finanzkreisen bereits die Position der Dresdner Bank untermauert haben.

Falls der Telecinco-Anteil bei Verwertung weniger erzielt als das Paket zum Jahreswechsel 2001/02 wert war, will Kirch Media den Kreisen zufolge Schadenersatz in Höhe der Differenz fordern.

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