Brief an Unternehmer
Metall-Arbeitgeber wollen Flächenbrand verhindern

Die Metall-Arbeitgeber wollen im bevorstehenden Arbeitskampf in der Metall- und Elektroindustrie einen Flächenbrand verhindern und auf offensive Aussperrungen verzichten. "Nicht bestreikte Unternehmen werden ihre Mitarbeiter nicht aussperren", betonte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an die Unternehmer.

dpa KÖLN/FRANKFURT/MAIN. Wenn ein Betrieb allerdings so stark behindert werde, dass er nicht mehr funktionieren könne, werde er schließen müssen. Den Unternehmen empfahl er ausdrücklich, kein Personal abzubauen, wenn dies finanziell möglich sei.

Die IG Metall habe den Arbeitgebern den Arbeitskampf aufgezwungen, kritisierte der Gesamtmetall-Präsident. "Unsere Lösungsbereitschaft haben wir in den letzten Wochen mehr als unter Beweis gestellt, irgendwann ist Schluss." Das letzte Angebot von 3,3 % mehr Lohn und Gehalt habe eine Höhe erreicht, "wo jedes Zehntel nicht mehr verantwortbar ist". Die Arbeitgeber würden den Tarifkonflikt nicht leichtfertig verschärfen, aber sich auch nicht erpressen lassen. "Wir erwarten auch von der IG Metall ein Stück weiterer Beweglichkeit", schrieb Kannegiesser. Der volkswirtschaftliche Schaden eines Streiks stehe in keinem Verhältnis mehr zum Streitobjekt, zudem passe er nicht mehr zu den heutigen Firmenkulturen.

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