Brisante Passage wird noch abgestimmt
G-7-Entwurf betont Wichtigkeit von Strukturreformen

Die sieben führenden Industrienationen (G-7) wollen vor allem die Produktivität und die Beschäftigung steigern. Zur Stärkung des Weltwirtschafts-Wachstums seien Strukturreformen nötig.

HB DUBAI. Wie am Samstag aus dem Entwurf der Abschlusserklärung vom G-7-Treffen in Dubai nach Informationen aus G-7-Kreisen hervorging, will die Siebenergruppe vor allem die Beschäftigung und Produktivität steigern. "Die jüngsten Daten signalisieren, dass die Erholung der Weltwirtschaft eingesetzt hat. Für ein stärkeres, weniger unausgeglichenes und nachhaltiges Wachstum müssten die Strukturreformen allerdings beschleunigt werden", heißt es in dem Erklärungsentwurf. Diese Sätze würden aller Voraussicht nach unverändert in die endgültige Fassung übernommen, verlautete aus den Kreisen weiter. Die politisch brisante Passage über Fragen der Wechselkurspolitik werde von den Finanzministern und Notenbankchefs noch abgestimmt.

Zur Siebenergruppe, die sich anlässlich der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Dubai trifft, gehören die USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland.

Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Frage der Wechselkurspolitik in einigen ostasiatischen Ländern: Die USA und Europa werfen insbesondere China vor, mit der Kopplung des Yuan an den Dollar die Landeswährung künstlich niedrig zu halten und sich damit einen unfairen Handelsvorteil zu verschaffen. Da zudem Japan eine Aufwertung des Yen aus Sorge um die heinische Exportwirtschaft auch nicht zulässt, trägt der Außenhandel der Euro-Zone derzeit weitgehend die Hauptlast des schwachen Dollar.

Unklar ist, ob die G7 - wie zuvor von den Amerikaner gewünscht - in ihrer Abschlusserklärung darauf verweisen, es solle überhaupt keine festen Währungsbindungen geben, oder - wie in der Vergangenheit - sich nur für Wechselkurse aussprechen, die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen widerspiegeln. Nach den Worten des britischen Schatzkanzlers Gordon Brown wird die Siebenergruppe in ihrer Abschlusserklärung in Fragen der Wechselkurspolitik wohl nicht auf einzelne Länder wie etwa China eingehen.

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