Bristol-Myers Squibb legt kräftig zu
Wall Street notiert im Plus

Technologiewerte litten unter schlechten Unternehmensnachrichten. Vor allem Amazon-Papiere gaben in der ersten Handelshälfte nach. Gewinne verbuchten dagegen Standardwerte. Zuvor waren positive Daten zur US-Konjunktur veröffentlicht worden.

juh NEW YORK. Die US-Aktienmärkte notierten am Mittwoch zur Handelsmitte leicht im Plus. Standardwerte legten zu, nachdem bekannt geworden war, dass die Industrieaufträge im Januar zugenommen hatten. Negative Unternehmensberichte drückten dagegen die Technologiewerte.

In den letzten Tagen hatten positive Daten zur Konjunktur den Aktienhandel belebt. Marktbeobachter hoffen nun, dass der Bericht der US-Notenbank, der zur Handelsmitte herausgegeben werden soll, ebenfalls gute Nachrichten enthält.

Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte stieg in der ersten Handelshälfte um rund 1 %, ebenso der breiter gefasste S&P-500-Index. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index war zuerst ins Minus gerutscht, machte die Verluste aber im Verlauf wett. Vor allem die Papiere des Online-Buchhändlers Amazon, die um knapp 2 % fielen, hatten den Nasdaq nach unten gezogen.

Amazon hatte angekündigt, dass Finanzvorstand Warren Jenson nur wenige Monate, nachdem Amazon den ersten Quartalsgewinn verkündet hatte, seinen Posten verlassen werde. Das Unternehmen halte aber an dem bisherigen Ziel fest, im Jahr 2002 einen operativen Gewinn zu erwirtschaften.

Auch Hewlett Packard nahmen Verluste hin. Zuvor hatte das Computer-Unternehmen die Unterstützung der Anlegerberatung Institutional Shareholder Services (ISS) für die geplante Übernahme von Compaq gewonnen. ISS hat den HP-Aktionären empfohlen, am 19. März für die Fusion mit Compaq zu stimmen. Hewlett Packard verloren 1 %, Compaq verteuerten sich dagegen um rund 4 %.

SeaChange konnten selbst gute Unternehmensnachrichten nicht helfen. Die Aktie fiel, obwohl das Unternehmen zuvor über unerwartet hohe Gewinne berichtet hatte. Der Titel verlor rund 9 %.

Die Papiere des Mobilfunkunternehmens Sprint PCS stiegen um fast 15 %. Das Unternehmen erwartet dieses Jahr 3 Millionen neue Kunden. Bewegung auch bei Sprint: Die drittgrößte US-Telefongesellschaft legte nach Gewinnen, die höher als bisher erwartet ausfielen, 10 % zu.

Zu den größten Gewinnern im S&P-Index gehörten Bristol-Myers Squibb. Der Pharmakonzern hat sich mit dem Partnerunternehmen ImClone Systems über die Entwicklung des Krebsmedikamentes Erbitux geeinigt. Bristol-Myers wird größere Kontrolle erhalten, ImClone muss sich mit weniger Geld zufriedenstellen. Die Aktie von Bristol-Myers legten fast 3 % zu, Imclone sogar mehr als 20 %.

Analystenurteile sorgten für Kursbewegungen. So sanken MetLife um 1 %, nachdem Merrill Lynch den Wert herabgestuft hatte. Speicherhersteller EMC verlor rund 2 %. Zuvor hatte einer seiner Zulieferer, McData, einen Verlust im ersten Quartal angekündigt. McData brachen daraufhin um 26 % ein. Analysten bezeichneten die Zahlen von McData als charakteristisch für die Probleme der gesamten Branche in diesem Quartal. Auch Konkurrenten nahmen Verluste hin. So fielen Brocade um 3 % und Emulex um 8 %.

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