Briten brechen am Freitag auf den Balkan auf
Nato bereitet Entwaffnungsmission vor

Nach dem grünen Licht für die Entsendung eines Vorauskommandos nach Mazedonien haben Nato-Militärexperten am Donnerstag mit der Vorbereitung der Entwaffnungsmission begonnen.

ap SKOPJE/BRÜSSEL. Sie sollen in Mazedonien die Einhaltung der Waffenruhe prüfen und Orte für die Entgegennahme der Waffen der albanischen Rebellen bestimmen.

Zunächst sollten die 15 Nato-Vertreter am Donnerstag in die Region Kumanovo, nördlich der Hauptstadt Skopje, fahren, um mögliche Orte zum Einsammeln der Waffen zu besichtigen. In der Nacht kam es nach Militärangaben zu neuen Angriffen der Separatisten nahe Tetovo. Die Armee habe aber nicht zurückgeschossen, sagte Sprecher Blagoja Markovski.

Das britische Vorauskommando soll am Freitag Richtung Balkan aufbrechen, wie die Nato am Mittwochabend in Brüssel mitteilte. Der Nordatlantikrat hatte zuvor die Entsendung der 400 leicht bewaffneten Soldaten gebilligt. Sie sollen das Hauptquartier, Kommunikations- und Versorgungseinrichtungen für die Operation "Essential Harvest" aufbauen.

Über die Entsendung der Gesamttruppe von 3 500 Soldaten, an der sich elf europäische Staaten sowie die USA beteiligen wollen, will der Nordatlantikrat Ende dieser oder Anfang nächster Woche beraten. Voraussetzung für den Einsatz sei ein dauerhafter Waffenstillstand, sagte Nato-Sprecher Yves Brodeur. Für die Nato-Mission sind zunächst 30 Tage vorgesehen. Der Bundestag wird laut "Bild"-Zeitung vom Donnerstag voraussichtlich Ende nächster Woche über die Beteiligung von Bundeswehrsoldaten an dem Nato-Einsatz entscheiden.

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