Briten zählen Geschäft nicht mehr zum Kernbereich
BAE verkauft Waffenschmiede Heckler&Koch

Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hat den traditionsreichen Waffenhersteller Heckler&Koch nach Angaben des Unternehmens an ein privates Investorenkonsortium verkauft. Dieses umfasst mit Ernst Mauch (46) und Dirk Holzknecht (56) zwei langjährige Geschäftsführer der deutschen Waffenschmiede. Sie wollen die Firma auch weiter leiten.

rtr/dpa DÜSSELDORF/OBERNDORF. Der Erwerb erfolge mit Einverständnis der deutschen, britischen und amerikanischen Regierungen, teilte Heckler&Koch am Freitag in Oberndorf am Neckar weiter mit. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Das Unternehmen, das unter anderem das G3-Gewehr der Bundeswehr produziert und auch Polizeikräfte in zahlreichen europäischen Staaten mit Schusswaffen ausrüstet, erzielte nach eigenen Angaben mit 700 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 130 Mill. ?.

Eine Sprecherin der Oberndorfer Waffenschmiede bestätigte, an dem Konsortium sei auch der Mehrheitsgesellschafter des Wuppertaler Waschmittelherstellers Luhns, Andreas Heeschen, beteiligt. Er sei aber als Privatperson Mitglied der Investorengruppe. Eine Luhns-Sprecherin unterstrich ebenfalls, die Luhns GmbH selbst sei an einer Übernahme nicht interessiert.

Der britische Rüstungskonzern BAE erklärte, Heckler&Koch zähle nicht mehr zu seinem Kerngeschäft. Der Konzern hatte bereits im vergangenen Juli angekündigt, seine Interessen in Deutschland neu ordnen zu wollen. Der für internationale Partnerschaften zuständige Managing Director des Unternehmens, Stephen Henwood, hatte damals in Berlin gesagt, dies betreffe auch Heckler & Koch.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%