Britische Adoptiveltern beachteten Vorschriften nicht
US-Gericht hebt Internet-Adoption auf

Ein kalifornisches und ein britisches Ehepaar hatten die Zwillinge per Internet adoptiert.

ap LITTLE ROCK. Der multinationale Rechtsstreit über die via Internet adoptierten Zwillingsmädchen Kimberley und Belinda geht in eine neue Runde. Ein US-Richter erklärte die Adoption der beiden durch ein britisches Ehepaar am Dienstag für nichtig und forderte den britischen High Court auf, die Rückgabe der Kinder in die Vereinigten Staaten anzuordnen. Amerikanische Gerichte seien das angemessene Forum, um diesen Fall zu behandeln, sagte Richter Mackie Pierce.

Das britische Ehepaar Kilshaw hatte die Mädchen am 22. Dezember vergangenen Jahres in Little Rock im US-Staat Arkansas adoptiert. Dabei verstießen die Kilshaws aber gegen das Gesetz, das in Arkansas vorschreibt, dass die neuen Eltern oder die leibliche Mutter vor einer Adoption mindestens 30 Tage lang in Arkansas gewohnt haben müssen. Die leibliche Mutter der Zwillinge, Tranda Wecker, hatte den Wohnsitz einer Tante in Arkansas fälschlicherweise als ihren eigenen angegeben. Die Briten erfüllten die 30-Tage-Frist ebenfalls nicht.

Geklagt hatte ein kalifornisches Ehepaar, das die beiden Mädchen zuvor ebenfalls über das Internet adoptiert hatte. Wecker hatte ihre Töchter über das Internet zunächst an die Allens aus Kalifornien vermittelt. Dann nahm sie dem kalifornischen Paar die Mädchen unter einem Vorwand wieder weg und übergab sie Alan und Judith Kilshaw aus Wales. Derzeit befinden sich Kimberley und Belinda in der Obhut der britischen Sozialbehörden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%