Britische Fluggesellschaft bestellt 6 Maschinen
Startschuss für Großraumflugzeug A3XX in Sicht

Reuters LONDON. Das europäische Airbus - Konsortium steht unmittelbar vor dem offiziellen Startschuss für sein Großraumflugzeug A3XX. Am Freitag bestellte die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic Airways sechs der 555- sitzigen Maschinen und erwarb Optionen auf sechs weitere A3XX, wodurch Airbus das angepeilte Ziel von 50 festen Bestellungen erreicht hat. Der Aufsichtsrat des europäischen Flugzeugbauers wird nun nach Angaben von Virgin-Chef Richard Branson in der kommenden Woche offiziell über den Bau des 10,7 Mrd. $ teuren Projekts entscheiden.

Der Co-Vorstandschef des Airbus-Mehrheitseigentümers, Rainer Hertrich, hatte bereits am Dienstag in München den offiziellen Start für die Entwicklung des A3XX noch vor dem Jahresende angekündigt. Die formale Entscheidung muss der Aufsichtsrat des Konsortiums treffen, das im nächsten Jahr rückwirkend zum 1. Januar in eine Aktiengesellschaft umgewandelt (Airbus Integrated Company) werden soll. Intern sei längst klar, dass der A3XX gebaut wird, heißt es in Branchenkreisen. "Mit 50 Aufträgen und vielen weiteren Optionen von Kunden rund um die Welt ist Airbus jetzt in einer guten Position, die Produktion des A3XX aufzunehmen", sagte Airbus-Chef Noel Forgeard am Freitag.

Der Milliardär Branson, der ein Firmenimperium aufgebaut hat, sagte in London, Airbus-Vertriebschef John Leahy werde sich mit der Unternehmensführung treffen, um die Zustimmung zum Start der Entwicklung zu erwirken. Leahy bestätigte nur, dass vor dem Jahresende eine Aufsichtsratssitzung geplant sei. Virgin ist die sechste Fluggesellschaft, die den Airbus A3XX bestellt hat. In dieser Woche war bereits durchgesickert, dass sich auch das britische Unternehmen für das Großraumflugzeug entscheiden würde. Damit haben alle sechs Fluggesellschaften Orders abgegeben, die im Juni Interesse am A3XX signalisiert hatten. Die anderen fünf hatten bereits vorher insgesamt 44 feste Bestellungen abgegeben und 30 Optionsrechte erworben: die mit 49 % auch an Virgin beteiligte Singapore Airlines, die australische Qantas, Air France, Emirates aus dem Golfstaat Dubai und die US-Leasingfirma ILFC .

Branson sagte, seine Gesellschaft wolle die Maschinen, die von 2006 an ausgeliefert werden sollten, auf Langstrecken in die USA und nach Asien einsetzen. Die Virgin-Maschinen sollen eine luxuriöse Ausstattung mit Kinderspielplätzen, Fitnessräumen und Spielhallen erhalten. Der Auftrag über 3,8 Mrd. $ enthält auch den Preis für das Optionsrecht sowie Wartungs- und Service-Leistungen.

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