Archiv
Britische Regierung macht leichte Zugeständnisse bei Benzinsteuer

dpa LONDON. Um eine neue Benzinkrise in Großbritannien abzuwenden, hat sich Finanzminister Gordon Brown zu leichten Zugeständnissen bereit erklärt. Der Schatzkanzler der Labour - Regierung fror die Benzinsteuer bis April 2002 ein. Gleichzeitig kündigte er bei der Vorstellung seines Nachtragshaushaltes am Mittwoch Steuersenkungen bei Diesel und anderen umweltverträglicheren Treibstoffen an. "Ich erkenne und begreife die sehr verständlichen Sorgen der Autofahrer und Spediteure", sagte er.

Aus Wut über die hohen Benzinpreise hatten Bauern und Lastwagenfahrer im September die britischen Ölraffinerien blockiert und dadurch 90 % aller Tankstellen trockengelegt. In der nächsten Woche wollen sie diese Aktion wiederholen, falls die Regierung die Benzinsteuer nicht deutlich senkt. Eine solches Einlenken schloss Brown am Mittwoch erneut aus.

Der finanzpolitische Sprecher der konservativen Opposition, Michael Portillo, warf Brown dennoch vor, unter dem Druck der Öffentlichkeit erhebliche Zugeständnisse gemacht zu haben. "Das war eine Erklärung, wie er sie eigentlich niemals hätte abgeben wollen", sagte Portillo. Auch bei den Renten habe Brown schließlich nachgegeben. Hier hatte der Minister eine Erhöhung der wöchentlichen Rente um acht Pfund für Ehepaare und fünf Pfund für allein Stehende angekündigt. Beim letzten Mal waren die Renten nur um einige Pence angehoben worden, was der Regierung massive Kritik eingebracht hatte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%