Britische Truppen haben die Führung
Neue Offensive in Afghanistan gestartet

Die USA und Großbritannien haben offiziellen Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag in Afghanistan eine weitere militärische Offensive gestartet. Mehr als 1 000 Angehörige von Marineeinheiten hätten in einer Gebirgsregion im Osten des Landes einen neuen Einsatz gegen Reste der Organisation El Kaida und der mit ihr verbündeten Taliban-Bewegung begonnen, teilte das britische Verteidigungsministerium in London mit.

Reuters WASHINGTON. Der Chef der El Kaida, der Moslem-Extremist Osama bin Laden, soll für die Anschläge am 11. September in den USA verantwortlich sein. Weil die Taliban ihm und seiner Organisation Unterschlupf gewährt hätten, begannen die USA im Oktober mit Unterstützung Großbritanniens in Afghanistan einen Feldzug gegen die beiden Gruppen. Im Dezember wurde die Taliban-Regierung des Landes gestürzt.

In Washington sagte ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung, die britischen Truppen würden bei ihrem Einsatz von rund 200 US-Soldaten unterstützt. Der Vertreter wollte nicht namentlich genannt werden. Unter anderen seien auch Soldaten aus Kanada an dem Einsatz beteiligt.

Die in Pakistan beheimatete Nachrichtenagentur AIP hatte zuvor gemeldet, eine unbekannte Zahl von US-Soldaten sei mit Hubschraubern im Meesai-Gebirge in der Provinz Paktia abgesetzt worden. Paktia liegt im Osten an der Grenze zu Pakistan. Die "Washington Post" berichtete, Fallschirmjäger würden in die afghanisch-pakistanische Grenzregion verlegt, um flüchtige Taliban- und El-Kaida-Kämpfer zu stellen. Unter Berufung auf hohe Kreise des Verteidigungsministeriums hieß es in der Zeitung, bis zu 1 000 Soldaten der 101. Luftlande-Division könnten zur Unterstützung mehrerer Hundert britischer Elitesoldaten in die Region geschickt werden. Fallschirmjäger seien auf dem US-Stützpunkt bei Chost, das gut 30 Kilometer von der Grenze nach Pakistan entfernt liegt, zusammengezogen worden. Das US-Militär glaube, dass sich in der Region noch immer Hunderte von Taliban- und El-Kaida-Kämpfer versteckt hielten. Ein Militärsprecher im US-Hauptquartier in Tampa (Florida) bezeichnete die angegebene Zahl von Soldaten am Mittwoch als zu hoch.

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