Britischer Bankspezialist für Immobilienkredite steht vor "freundlichem Übernahmeangebot"
Barclays will Woolwich für knapp 18 Milliarden Mark schlucken

Einen Aufschlag von 34 Prozent zum gestrigen Woolwich-Akienkurs wäre Barclays zu zahlen bereit.

afp/rtr LONDON. Die britische Bankengruppe Barclays will ihre inländische Konkurrentin Woolwich für 5,5 Mrd. Pfund (17,9 Milliarden DM) übernehmen. Beide Häuser stünden deswegen in Verhandlungen, teilte Barclays am Mittwoch in London mit. Die Gespräche könnten demnach zu einem so genannten freundlichen Übernahmeangebot in Bargeld und Barclays-Aktien führen. Jede Woolwich-Aktie würde dabei mit 1,64 Pfund in bar und 0,117 Barclays-Aktie bewertet; dies entspräche einem Aufschlag von 34 Prozent auf den Woolwich-Schlusskurs vom Dienstagabend.

Woolwich ist auf Immobilienkredite spezialisiert. Die Bank hatte in der vergangenen Woche einen um 8,4 Prozent zurückgegangenen Gewinn vor Steuern für das erste Halbjahr bekannt gegeben und dies mit Investitionen ins Internet-Geschäft begründet.

Barclays verspricht sich von der Übernahme vom Jahr 2001an - vor Firmenwertabschreibungen und Umstrukturierungskosten - eine Gewinnsteigerung. Nach Einschätzung von Händlern könnte sich in die freundliche Übernahme durchaus noch die Lloyds TSB Group einschalten, der ebenfalls nachgesagt wird, das Hypothekar-Geschäft ausbauen zu wollen. Nach den Angaben der beiden Institute würde sich die Barclays-Offerte aus einem Baranteil von 164 Pence sowie 0,1175 Barclays-Aktien (ohne Zwischendividende von 20 Pence) je Woolwich-Titel zusammen setzen.



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