Britischer Baumarkt-Riese trennt sich von zahlreichen Läden
Kingfisher bringt Elektroniksparte an die Börse

Der britische Handelsriese Kingfisher plc konzentriert sein Geschäft stärker auf Europa. Aktivitäten in Kanada und Brasilien, aber auch Polen und Belgien stünden zum Verkauf, erklärte Konzernchef Gerry Murphy gestern bei der Vorlage der Jahresbilanz in London.

and LONDON. Die auf der Verkaufsliste stehenden Ketten erwirtschaften rund 4 % des Kingfisher-Umsatzes. Zudem wird Kingfisher früher als erwartet ausschließlich zum Baumarktbetreiber. Bereits vor Ende Juli will sich der Konzern von seinen 650 Elektronikmärkten trennen. Die geplante Abspaltung mit Börsengang werde eher "früher als später" stattfinden, sagte Murphy. Schon bald würden den Investoren dafür Details vorgelegt.

Neben dem Listing in London ist eine Börsennotierung in Paris geplant, da rund drei Viertel des Elektronikgewinns aus Frankreich kommen. Neben der britischen Kette Comet gehören die französischen Filialisten Darty und But zu diesem Bereich. Die verlustreiche deutsche Pro-Markt-Gruppe wurde verkauft.

Analysten schätzen den Wert des Elektronikbereichs auf 1,4 Mrd. £ (rund 2 Mrd. Euro). Unklar ist allerdings noch, wie der Konzern seine Schulden von 1,8 Mrd. £ aufteilt.

Das zweijährige Engagement in Deutschland drückte gestern noch einmal den Aktienkurs, nachdem der Konzern mitteilte, dass der Ausflug auf den deutschen Markt das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte deutlich belastet hätte. Die Aktie sank in London zunächst um 3 %. Der Gewinn vor Steuern und Firmenwertabschreibungen für den Konzern lag 2002 bei 655,4 Mill. £ - leicht unter den Erwartungen.

Während der Gewinn der Elektroniksparte um 12,8 % auf 160 Mill. £ fiel, legte der Baumarktbereich um fast ein Viertel auf 534 Mill. £ zu.

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