Britischer Mobilfunkkonzern wechselt das Logo
Mannesmann-Ufer strahlt Vodafone-Rot

Die Enthüllungsaktion hätte kaum perfekter inszeniert werden können: Fast auf den Tag genau ein Jahr nach Vodafones offiziellem Kaufangebot an die Mannesmann-Aktionäre strahlt über dem Düsseldorfer Mannesmann-Ufer am Rhein seit Donnerstag der rote Schriftzug des britischen Mobilfunkkonzerns.

dpa DÜSSELDORF. "Das markiert den Beginn einer neuen Ära, die bisherigen Strukturen haben keinen Bestand mehr", sagt der Europa-Chef der Vodafone-Gruppe, Julian Horn-Smith.

Mit seinem Logo bekennt der britische Mobilfunk-Konzernriese jetzt in der nordrhein-westfälischen Metropole Farbe. Im vergangenen Februar war der weltgrößte Mobilfunkbetreiber als Sieger aus einer der spektakulärsten Übernahmeschlachten aller Zeiten hervorgegangen. Das Jahr 2000, sagt Horn-Smith, sei ein Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens gewesen. Aus dem Mannesmann-Hochhaus am Rhein ist neben dem britischen Newbury ein zweiter Stützpunkt für Europaaktivitäten von Vodafone geworden.

Nach dem Ende der Übernahmeschlacht steht die Vodafone-Gruppe im Mobilfunk besser da als je. Dank Mannesmann katapultierte sich das Unternehmen weltweit an die Spitze. Mit all seinen Beteiligungen kommt der Riese in Europa auf 70 Mill. Kunden; weltweit sollen Horn- Smith zufolge sogar 116 Mill. Menschen in den Netzen von Vodafone telefonieren. In 16 europäischen Ländern ist das Unternehmen präsent und im auslaufenden Jahr 2000 bei der Vergabe von UMTS- Mobilfunklizenzen der erfolgreichste Bewerber gewesen.

Vodafone ist kein Ex-Monopolist

Mit weit mehr als 40 Mrd. DM hat Vodafone allerdings auch am meisten für die begehrten Konzessionen gezahlt. Trotzdem steht das Unternehmen - auch in den Augen von Börsianern - im Vergleich zu den ehemaligen Staatsmonopolisten France Télécom, British Telecom oder Deutsche Telekom besser da. Vodafone sei stark genug, "seine Marktstellung noch bedeutend auszubauen", schreiben Telekom-Analysten der WestLB Panmure in ihrem Ausblick 2001.

Vom kommenden Jahr an soll es bei den Briten noch globaler zugehen. "Egal, wo der Kunde sich auf der Welt aufhält: Wer Vodafone nutzt, erhält überall zu den gleichen Konditionen in der von ihm gewählten Sprache die gleichen Services", sagt Thomas Geitner. Der ehemalige Geschäftsführer der Telefongesellschaft Otelo sitzt im Vorstand von Vodafone und ist unter anderem zuständig für europaweite Produkte, Tarife und den Aufbau einer Weltmarke.

Im kommenden Jahr wird die Marke D2 Privat durch Vodafone D2 ersetzt werden. Gleiches gilt für andere Töchter wie die italienische Omnitel. Ein Jahr später werden D2, Omnitel und andere nationale Marken ganz entfallen und nur noch Vodafone heißen. Damit werde eine Marke geschaffen, die eine Ausstrahlung habe wie Coca-Cola oder IBM, prophezeit Geitner.

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