Britischer Premier zeigt Verständnis für Raketenabwehr-Pläne
Bush und Blair betonen "besondere" Beziehung ihrer Länder

ap CAMP DAVID. US-Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Tony Blair haben nach ihrer ersten persönlichen Begegnung das besonders enge Verhältnis ihrer Länder betont. Bei dem zweitägigen Treffen am Freitag und Samstag in Camp David erörterten beide Politiker in betont familiärer Atmosphäre neben der Irak-Politik die amerikanischen Pläne für eine Nationale Raketenabwehr (NMD) sowie die Schaffung einer europäischen Eingreiftruppe.

Blair sagte zur geplanten US-Raketenabwehr, er teile Bushs Sorge über mögliche Raketenangriffe auf die USA. Direkte Zustimmung zu dem NMD-Projekt äußerte er aber nicht. Es sei aber wichtig, jede Möglichkeit zu prüfen, mit der Bedrohung umzugehen, betonte Blair.

USA deuten Zustimmung zu europäischer Eingreiftruppe an

Bush signalisierte seine Zustimmung zur geplanten europäischen Eingreiftruppe. Er sagte, Blair habe ihm versichert, dass die Nato die wichtigste Kraft zur Sicherung des Friedens in Europa bleibe. Er wiederum habe Blair erklärt, dass die USA sich weiterhin aktiv in der Nato engagieren und auch in Europa präsent bleiben wollten.

Hinsichtlich des Friedensprozesses in Nordirland will Bush im Gegensatz zu seinem Vorgänger Bill Clinton eine abwartende Position einnehmen. Wenn die britische Regierung ihn um Hilfe bitte, sei er aber gerne dazu bereit, sagte Bush.

Beide Regierungschefs betonten die Freundschaft ihrer beiden Länder, zwischen denen es eine "besondere Beziehung" gebe. Bush bezeichnete Großbritannien als "unseren besten Freund und engsten Verbündeten". Blair sagte, man teile die gleichen Werte.

Es war Bushs erste Begegnung mit einem europäischen Regierungschef. Die Amerikaner hatten das Treffen der beiden Politiker als Demonstration des besonderen Verhältnisses zwischen Großbritannien und den USA betrachtet. Trotz unterschiedlicher politischer Richtungen der Regierungschefs solle das Verhältnis der beiden Länder weiterhin sehr eng bleiben, betonte Bushs Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice.



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