Britisches Baby «mit halbem Gesicht» wird nun doch behandelt
Chance auf ein neues Gesicht

In Großbritannien wird ein Baby «mit einem halben Gesicht» trotz des anfänglichen Widerstandes der Eltern nun doch behandelt.

dpa LONDON. Der Rechtsstreit über den Fall wurde am Mittwochabend beigelegt. Die Eltern, die bisher versucht hatten, eine ärztliche Behandlung zu verhindern, gaben ihren Widerstand auf. Die Einigung wurde vor einem Gericht in Leeds erzielt. Am Sonntag war es den Eltern per einstweiliger Verfügung untersagt worden, das schwer behinderte Kind aus einem Krankenhaus in Newcastle mit nach Hause zu nehmen. Es wurde sogar unter Polizeischutz gestellt.

Die Mutter hatte argumentiert, ihre kleine Maria sei voll überlebensfähig und müsse deshalb zum derzeitigen Zeitpunkt nicht operiert werden. Das Mädchen war vor drei Monaten in Saudi-Arabien geboren worden, wo die Familie Verwandte besuchte. Als einziges Kind von Drillingen überlebte es, jedoch mit dem seltenen Goldenhar- Syndrom: Ihm fehlen das rechte Auge und Ohr, der rechte Teil der Nase und der rechte Kiefer.

Das Gericht vereinbarte mit Eltern und Ärzten, über den Fall künftig Stillschweigen zu bewahren. Offenbar haben sich die Eltern von dem Argument der Ärzte überzeugen lassen, dass das Baby ersticken könnte, wenn seine Luftröhre nicht punktiert werde. Noch unklar ist, ob die Eltern auch den 17 bis 20 Operationen zustimmen werden, die nötig wären, um die rechte Gesichtshälfte des Kindes künstlich herzustellen.

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