Britisches Pfund in schwächerer Verfassung
Nach US-Daten präsentiert sich der Euro weiter in guter Kondition

Der Euro profitierte im frühen amerikanischen Devisenhandel von aktuellen US-Konjunkturdaten, nachdem er schon während der europäischen Geschäftszeiten wieder einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Im Tagestief war die europäische Gemeinschaftswährung noch bei 0,8474 $ umgegangen. Im Verlauf des Abends kletterte sie wieder und notierte zuletzt leicht oberhalb der 0,86 $-Marke.

ina FRANKFURT/M. Zum ersten Mal seit über einem Jahr konnte die Einheitswährung gegenüber dem Dollar in fünf aufeinander folgenden Handelstagen zulegen - und markierte ein Zweiwochenhoch gegenüber der US-Währung.

Die US-Bauausgaben für September zogen unerwartet stark an, der US-Einkaufsmanagerindex für Oktober fiel dagegen schwächer aus als von vielen Experten geschätzt worden war. Und dieser Index erwies sich als maßgeblicher Einflussfaktor: Die Zahlen unterstützten den Eindruck einer sich eher abschwächenden amerikanischen Wirtschaft.

Euro könnte aufholen

Im Falle einer weniger stark expandierenden US-Wirtschaft könnte sich laut Ansicht von Ökonomen der Wachstumsvorsprung zur Eurozone verringern und damit der Euro attraktiver werden. Bereits in den vergangenen Tagen hatten mehrere Daten dieses Szenario gestützt. So hatte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal nach ersten Schätzungen nur noch mit einer Jahresrate von 2,7 % nach 5,6 % im Vorquartal zugelegt. Das US-Verbrauchervertrauen ging außerdem im Oktober auf 135,2 nach 142,5 im September zurück und erreichte damit den tiefsten Stand seit einem Jahr. Auch der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago wies bereits einen deutlichen Rückgang auf.

Wende ist noch nicht geschafft

Einige technisch orientierte Devisenanalysten sehen den Euro zwar in einem Aufwärtstrend. Von einer wirklichen Wende könne aber erst bei Überschreiten der Marke von 0,8745 $ gesprochen werden, denn hier verlaufe der langfristige Abwärtstrend.

Britisches Pfund fällt zurück

Das britische Pfund fiel sowohl gegenüber dem Euro als auch in Relation zum Dollar zurück. Als Ursache nannten Devisenhändler einen aktuellen Konjunkturbericht aus Großbritannien, der zum ersten Mal seit 18 Monaten eine Abschwächung der Wirtschaft signalisierte. Während der frühen US-Handelszeiten wurden für einen Dollar knapp 0,69 £ gezahlt. Der Euro lag bei knapp 0,59 £. Der aktuelle Report stützte nach Ansicht von Händlern die Einschätzung, dass die britische Notenbank in absehbarer Zeit an ihrer Zinspolitik festhalten wird.

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