British-Airways-Tochter setzt auf Ticket-Verkauf über das Internet
Deutsche BA will mit Billigflügen aus der Krise

Nach zehn verlustreichen Jahren will die zweitgrößte deutsche Fluglinie Deutsche BA jetzt mit Billigangeboten und einem rigiden Sparkurs aus der Krise fliegen.

dpa MÜNCHEN. Nach zehn verlustreichen Jahren will die zweitgrößte deutsche Fluglinie Deutsche BA jetzt mit Billigangeboten und einem rigiden Sparkurs aus der Krise fliegen. «Wir wollen zurück zu den Wurzeln», sagte Hauptgeschäftsführer Adrian Hunt am Freitag in München. Die Fluggesellschaft bediene künftig nur noch die innerdeutschen Strecken und wolle mit Preisen ab 35 Euro zuzüglich Gebühren der Lufthansa Marktanteile abjagen. Der Anteil auf den Strecken, die die DBA anfliege, solle so von 34 auf 39 % steigen. Die Deutsche BA hat als größter Inlands-Konkurrent der Lufthansa noch nie Gewinne erzielt.

Im Geschäftsjahr 2001/02 (31. März) rechnet die DBA mit einem leichten Umsatzrückgang auf 336 Mill. Euro. Im folgenden Jahr sollen die Erlöse mit Hilfe des neuen Konzepts auf 355 Mill. Euro steigen. Die Zahl der Passagiere soll von 2,8 auf 3,2 Millionen Kunden zulegen.

Mit der Konzentration auf die deutschen Strecken und dem Verzicht auf Zubringerdienste für British Airways nabelt sich die DBA ein Stück weit von der Muttergesellschaft ab. British Airways stehe aber zu der Tochter und sei sehr zufrieden mit dem neuen Konzept, sagte Hunt. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Spekulationen über einen möglichen Verkauf gegeben.

Um endlich die Gewinnschwelle zu erreichen, will die DBA bis Herbst 2003 rund 48 Mill. Euro einsparen. Dabei setzt das Unternehmen auf niedrige Vertriebs- und Marketingkosten sowie auf Einsparungen bei der Board-Verpflegung. Auch mit Zulieferern und Partnern soll neu verhandelt werden.

Beim Ticketverkauf setzt die Deutsche BA künftig noch stärker auf das Internet, da eine engere Kooperation mit den Reisebüros nicht möglich war. «Wir sind gezwungen, das Schicksal in unsere eigene Hand zu nehmen», sagte Hunt. Die teuersten Tickets sollen insgesamt 237 Euro kosten. Auf jeder Strecke soll es aber auch täglich zumindest einmal den Billigtarif geben. Der nach den Terroranschlägen vom vergangenen September eingeführte Sicherheitszuschlag von 11 Euro pro Ticket wird gestrichen.

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