British Airways und Air France nehmen Linienflüge nach New York auf
Concorde hebt in drei Wochen wieder ab

Gut 15 Monate nach dem Absturz bei Paris mit 113 Toten wird die Concorde wieder nach New York fliegen. Air France und British Airways stellen das schnellste Passagierflugzeug der Welt zeitgleich am 7. November erneut in Dienst, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Bürgermeister Rudolph Giuliani sagte nach Angaben von British Airways: "Die Rückkehr der Concorde ist ein Symbol dafür, wie alle New Yorker über den Wiederaufbau dieser großartigen Stadt denken. Ich bin persönlich stolz, die Concorde wieder in New York willkommen zu heißen."

ap PARIS/LONDON. Die Rückkehr des Überschalljets in das von den Attentaten gezeichnete New York zeuge von der Zuversicht in die Zukunft der Stadt, erklärten die Konzernchefs Jean-Cyril Spinetta und Rod Eddington. Als Konsequenz auf der Katastrophe vom 25. Juli 2000 müssen die verbliebenen zwölf Concorde technisch umgerüstet werden. Die Tanks werden mit Kevlar verstärkt und die Kabel im Fahrwerk besser geschützt. Zudem werden dem Überschalljet widerstandsfähigere Reifen von Michelin aufgezogen.

Die zivilen Luftfahrtbehörden in Frankreich und Großbritannien gaben den modifizierten Jets Anfang September die Flugzulassung zurück. British Airways braucht drei Maschinen, um den Liniendienst in die USA wieder aufzunehmen. Air France fliegt ab Anfang November fünf Mal die Woche über den Atlantik, British Airways noch einmal mehr. Die Briten wollen zudem ab Dezember ein Mal wöchentlich mit einer Concorde Barbados ansteuern.

Der erste Flug der BA am 7. November ist den Medien und besonderen Gästen vorbehalten, berichtete die britische Inlandsnachrichtenagentur PA. Der französische Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot will einem Radiobericht zufolge an Bord des ersten Air-France-Fluges sein. Die Zeitung "Libération" schrieb, die Krise im Luftverkehr nach den Attentaten vom 11. September habe zu einer Verschiebung der Wiederaufnahme um einen Monat geführt.

British Airways hat die Zwangspause genutzt, um auch den Innenraum der Concorde zu modernisieren. Die neuen Sitze sind leichter, so dass das zusätzliche Gewicht der technisch vorgeschriebenen Umrüstungen in etwa wieder ausgeglichen wird. "Libération" schreibt aber, mit der Concorde könnten künftig nur mehr 96 statt 100 Passagiere mit doppelter Schallgeschwindigkeit in weniger als vier Stunden den Atlantik überqueren.

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