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British Airways will Qantas-Beteiligung verkaufen - Konsolidierung

Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) will ihre Beteiligung an der australischen Fluglinie Qantas verkaufen und läutet damit eine neue Runde im Umbau der Branche ein. Die gemessen am Marktwert größte europäische Airline erwartet nach eigenen Angaben aus dem Verkauf des 18,25-Prozent-Anteil einen Erlös von mindestens 1,09 Mrd. australischen Dollar (rund 625 Mio Euro). Nach Angaben von Qantas wollen die Briten ihren Anteil innerhalb von zwei Tagen veräußern. BA hatte die Beteiligung im Jahr 1993 für 665 Mill. australische Dollar erworben.

dpa-afx SYDNEY/LONDON. Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) will ihre Beteiligung an der australischen Fluglinie Qantas verkaufen und läutet damit eine neue Runde im Umbau der Branche ein. Die gemessen am Marktwert größte europäische Airline erwartet nach eigenen Angaben aus dem Verkauf des 18,25-Prozent-Anteil einen Erlös von mindestens 1,09 Mrd. australischen Dollar (rund 625 Mio Euro). Nach Angaben von Qantas wollen die Briten ihren Anteil innerhalb von zwei Tagen veräußern. BA hatte die Beteiligung im Jahr 1993 für 665 Mill. australische Dollar erworben.

Erlös AUS Verkauf DER Qantas-Anteile Soll IN DEN Schuldenabbau

Die British Airways will nach eigener Aussage vom Mittwoch zwar den Erlös aus dem Anteilsverkauf vorrangig zum Abbau seines Schuldenbergs einsetzen. Zugleich fügte die BA aber hinzu, dass eine starke Bilanz die BA in eine gute Position für eine künftige Konsolidierung in Europa bringen würde. Das US-Investmenthaus Merrill Lynch betonte, dass diese Aussage von einigen Marktteilnehmern wahrscheinlich dahingehend interpretiert werde, dass ein Geschäft mit der spanischen Fluglinie Iberia geplant sein könnte.

British Airways ist nach einem Rundfunkbericht weder an einem Einstieg am angeschlagenen Konkurrenten Alitalia noch an einer Erhöhung ihres Anteils an der spanischen Iberia interessiert. Die Spekulationen waren nach der Ankündigung des Anteilsverkaufs aufgekommen. Im Interview mit dem Fernsehsender Cnbc sagte BA-Vorstandsmitglied Martin George, die Einnahmen aus dem Verkauf sollten in den Schuldenabbau fließen.

Gutes Verhältnis MIT Iberia

BA-Chef Rod Eddington schloss zwar ein Gebot für Alitalia aus. Den Spekulationen hinsichtlich Iberia oder der irischen Aer Lingus trat er allerdings nicht entgegen. Es gebe ein gutes Verhältnis mit Iberia und BA habe darauf hingewiesen, dass Iberia ein Schlüssel zu den eigenen europäischen Plänen sei, sagte Eddington. BA besitzt knapp 10 % an Iberia. Beide Unternehmen sind Mitglieder in der Allianz Oneworld.

Die Konsolidierung der europäischen Airline-Branche hatte durch den Zusammenschluss von Air France und KLM Anfang des Jahres neuen Auftrieb erhalten. Die europäischen Luftverkehrskonzerne, von denen viele vom Staat kontrolliert werden, haben in den vergangenen Jahren hohe Verluste angehäuft. Schuld sind unter anderem der 11. September und die Terrorbedrohung, die Lungenkrankheit Sars und der Irakkrieg. Zudem heizen Billigflieger wie Ryanair und easyjet mit ihren Preisen den Wettbewerb an.

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