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British Telecom muss hart sanieren

Der hochverschuldete Telefonkonzern streicht 13 000 Stellen. Damit sollen Kosten in Milliardenhöhe eingespart werden.

afp LONDON. Der britische Telefonkonzern British Telecom (BT) fährt einen harten Sanierungskurs und streicht 13 000 Stellen im Endkundengeschäft. Wie der hoch verschuldete Ex-Monopolist am Dienstag in London mitteilte, werden die Jobs bis Ende kommenden Jahres bei der Sparte BT Retail wegfallen. Damit sollten Kosten von 850 Mill. Pfund (2,7 Mrd. DM/1,4 Mrd. ?) eingespart werden. Kündigungen seien nicht geplant. Mit dem neuen Kurs wolle BT Retail den Trend umkehren und statt fallender Erlöse einen Zuwachs um drei Prozent erwirtschaften, betonte Sparten-Chef Pierre Danon.

Die 13 000 Stellen sollten über die Jahre durch natürliche Fluktuation abgebaut werden, sagte ein Konzernsprecher. Zeitarbeits-Verträge sollen nicht mehr verlängert und frei werdende Stellen nicht wieder besetzt werden. Damit könne die Effizienz des Unternehmens schrittweise gesteigert werden. Danon versprach, BT Retail wolle mittelfristig seine Stellung als Anbieter mit der höchsten Kundenzufriedenheit zementieren. Dazu kündigte der Konzern neue Pauschaltarife an: Demnach sind für Verbraucher ab nächstem Jahr bei monatlich 18,50 Pfund landesweite Telefongespräche abends und am Wochenende im Preis inbegriffen. Ein einfaches Abo kostet 11,50 Pfund, für 23,50 Pfund ist auch das Surfen im Internet enthalten.

British Telecom hatte jüngst bereits Immobilien im Wert von 2,4 Mrd. Pfund abgestoßen. Das Unternehmen sitzt auf einem Berg von Verbindlichkeiten in Höhe von 16,5 Mrd. Pfund. Zuletzt spaltete der Konzern seine Mobilfunk-Sparte unter dem Namen mm02 ab. Unter dem Markennamen O2 (für das chemische Symbol des Elements Sauerstoff) firmiert auch die deutsche BT-Tochter Viag Interkom.

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