British Telecom verabschiedet sich vom Engagement in Spanien
Vodafone übernimmt Kontrolle bei Japan Telecom

Der weltgrößte Mobilfunkanbieter Vodafone Plc und British Telecom Plc (BT) sind sich einig geworden. Für 4,8 Milliarden Pfund in bar, umgerechnet 15 Milliarden DM, verkauft BT seine Beteiligungen an Japan Telecom (JT), der JT-Mobilfunktochter J-Phone sowie der spanischen Mobilfunkgesellschaft Airtel an Vodafone.

fmd LONDON. Vodafone plant eine Aktienerhöhung, um den Deal zu finanzieren. Die damit verbundene Verwässerung dürfte der Grund dafür sein, dass der Kurs der Vodafone-Aktie im Handelsverlauf um 4,24 % auf 197 Pence sank, die BT-Aktie legte dagegen leicht auf 603 Pence zu.

Mit dem Kauf erhöht Vodafone seinen Anteil an Japan Telecom von 25 % auf 45 %, bei der drittgrößten Mobilfunkgesellschaft Japans J-Phone steigt der Anteil von 20 % auf 46 %. Durch die Übernahme des BT-Anteils an dem zweitgrößten spanischen Mobilfunkanbieter Airtel besitzt Vodafone jetzt 91,6 % der Anteile. Bislang muss Vodafone auf Grund der Minderheitsposition die Schulden von J-Phone in Höhe von rund 10 Milliarden Dollar nicht konsolidieren. Vodafone selbst hat zur Zeit Schulden von rund 7 Milliarden Pfund.

BT überließ die Anteile dem Konkurrenten, um die eigenen Schulden zu reduzieren. Hohe Ausgaben für die UMTS-Lizenzen in Großbritannien und Deutschland schränkten die Manövrierfähigkeit des Unternehmens ein. Mittlerweile hat sich der Schuldenberg auf 30 Milliarden Pfund aufgetürmt. Der Deal mit Vodafone ist der erste konkrete Schritt, die Schulden wie geplant in diesem Jahr um 10 Milliarden Pfund zu verringern. "Wir machen gute Fortschritte", sagte BT-Chef Peter Bonfield mit Blick auf den anstehenden Verkauf oder Börsengang der Gelbe-Seiten-Sparte Yell. Analysten rechnen mit einem Verkauf von Yell an Apax Partners für rund 3 Milliarden Pfund.

Bonfield wies darauf hin, dass der Verkauf der Beteiligungen vorteilhaft für die Aktionäre sei. Der Verkaufspreis würde die eigenen Investitionen in Japan um das Dreifache übersteigen. Bei Airtel habe man das Fünffache der ursprünglichen Investition erzielt.

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