Broadvision-Aktien im Blickpunkt
Neuer Markt: Händler rechnen zum Beginn mit deutlicher Erholung

Der Neue Markt wird am Donnerstag nach Händlereinschätzung auf Grund der späten Gewinne der US-Technologiebörse Nasdaq und als Gegenreaktion auf die hohen Verluste in der Schlussauktion drei bis vier Prozent fester in den Handel starten. Am Mittwoch waren beide Indizes des Wachstumssegmentes durch massive Verkäufe institutioneller Anleger in der Schlussauktion stark unter Druck geraten und auf neue Tiefstände gefallen.

Reuters FRANKFURT. "Die nun vermutlich zu erwartende Erholung zum Handelsauftakt wird keine nachhaltige sein", sagte ein Händler mit Blick auf die anhaltende Verunsicherung und Orientierungslosigkeit der Investoren am Markt. Im Mittelpunkt dürften nach der Vorlage von Quartalzahlen die Papiere von Broadvision stehen.



Das Handelshaus Lang & Schwarz berechnete gegen 8.30 Uhr MESZ den alle Werte umfassenden Nemax-All-Share-Index mit 1172 Punkten (Vortag 1136) und den Nemax 50 der wichtigsten Werte mit 1106 Zählern (1061). Die Citibank ermittelte im vorbörslichen Handel einen Nemax 50-Stand von 1112 Punkten. Am Vortag hatten beide Indizes mehr als zwei Prozent verloren. Dabei markierte der All-Share-Index bei 1136 Punkten ein Jahrestief und der Auswahlindex bei 1061 Zählern ein neues Rekordtief. Die Nasdaq hatte den Handel wegen einiger guter Unternehmensnachrichten 1,28 % fester bei 1984 Zählern verlassen.

Das Indexschwergewicht Broadvision tendierte im vorbörslichen Handel rund sieben Prozent leichter. Das Unternehmen hatte am Vorabend in den USA mitgeteilt, im zweiten Quartal einen Verlust von 19 Cents je Aktie (Vorjahresquartal plus vier Cents) erzielt zu haben. Damit lag das Software-Unternehmen im Rahmen der eigenen und der Analystenerwartungen. Außerdem kündigte das Unternehmen an, zusätzlich 15 bis 20 % der Stellen zu streichen.

Nachdem am Vortag der Vorstandsvorsitzende der EM.TV & Merchandising AG, Thomas Haffa, zurückgetreten war, legte das Medienunternehmen am Donnerstagmorgen die seit Monaten überfälligen Zahlen für das erste Quartal vor. Nach Firmenangaben beläuft sich die Gesamtleistung in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres auf 237 Milionen DM. Vor Steuern wurde ein Verlust (Ebt) von 44 Mill. DM ausgewiesen. Vorbörslich legte die Aktie, die sich bereits am Vortag um mehr als 32 % verteuerte, rund zehn Prozent zu.

Das Software- und Beratungshaus IDS Scheer hat nach eigenen Angaben einen Großauftrag der Beierdorf AG über einen zweistelligen Millionenbetrag in DM erhalten. Vorbörslich tendierte die Aktie rund fünf Prozent fester.

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