Broadvision und ATG in der Gewinnzone
Konkurrenten von Intershop legen zu

ant/tnt FRANKFURT/M. Mit Broadvision und der Art Technology Group (ATG) haben zwei führende Anbieter von E-Commerce-Software ihre Ergebnisse präsentiert. Im Gegensatz zur deutschen Softwareschmiede Intershop schrieben die beiden amerikanischen Konkurrenten im Jahr 2000 schwarze Zahlen. Allerdings führte die Vorlage der Ergebnisse für das 4. Quartal sowie das Gesamtjahr 2000 zu völlig gegenläufigen Reaktionen an den Aktienmärkten. Während der Kurs von Broadvision nach Bekanntgabe der Zahlen in der Spitze um mehr als 30 % einbrach, konnten die Aktien von ATG über 20 % zulegen.

Unter dem Strich verdreifachte Broadvision das Betriebsergebnis im gesamten Geschäftsjahr annähernd auf 45,1 Mill. $. Der Nettogewinn stieg gleichzeitig von 18,8 Mill. $ auf 38,7 Mill. $. Der Umsatz kletterte von 115,5 Mill. $ auf 413,9 Mill. $. Doch im vierten Quartal verbuchte das auf Software für den E-Commerce spezialisierte Unternehmen aus dem kalifornischen Redwood City einen Ergebnisrückgang. Auch der Ausblick auf den weiteren Absatz der Softwarelizenzen fiel pessimistisch aus: Im laufenden Quartal werde der Umsatz voraussichtlich stagnieren oder aber leicht hinter dem der vergangenen drei Monate zurückbleiben, erklärte das Unternehmen.

Broadvision-Finanzchef Randall Bolton begründete die enttäuschende Entwicklung des Quartalsergebnisses mit den gestiegenen Personalkosten: Allein im 4. Quartal seien 290 neue Mitarbeiter angeheuert worden. Insgesamt stellte Broadvision im abgelaufenen Geschäftsjahr 1 600 neue Mitarbeiter ein. Angesichts der damit einhergehenden Produktionsschwäche während ihrer Einarbeitungsphase, aber auch wegen sonstiger Expansionskosten habe Broadvision an Wachstumsschmerzen gelitten.

Mit einem Umsatzwachstum von 403 % auf 163 Mill. $ konnte der kleinere Konkurrent ATG im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000 schneller als der Konkurrent wachsen. Im Vergleich der Ergebnisse auf Jahresbasis gelang ATG mit einem Nettogewinn von 14,5 Mill. $ außerdem der Sprung in die Gewinnzone. Der Softwarespezialist aus Cambridge, Massachussetts, steigerte die Zahl der Kunden im vierten Quartal um 131 auf 670. Die für Softwareanbieter wichtige Kenngröße der "Neukunden" liegt damit höher als bei Broadvision, die im 4. Quartal ihre Kundenzahl um 107 vergrößerten. Insgesamt nutzen damit 1 169 Unternehmen Broadvision-Systeme.

Am 31. Januar legt der deutsche Softwareanbieter Intershop seine endgültigen Ergebnisse für das Jahr 2000 vor. Gleichzeitig will das Unternehmen zu diesem Termin weitere Einzelheiten einer geplanten Restrukturierung angekündigten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%