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Brokat-Gründer verzichten auf ihre Gehälter

vwd STUTTGART. Die Vorstände der finanziell angeschlagenen Brokat AG, Stuttgart, verzichten, soweit sie gleichzeitig Gründervorstände des Softwarehauses sind, so lange auf ihre Gehälter, bis das Unternehmen die Gewinnschwelle erreicht hat. Das teilten sie - Vorstandssprecher Stefan Röver, Finanzvorstand Michael Janßen und Entwicklungsvorstand Michael Schumacher - am Donnerstag auf der Hauptversammlung mit.

Dem vorausgegangen waren zeitweise turbulente Diskussionsrunden, bei denen das Management von Aktionären und Aktionärsvereinigungen wegen der stark verschlechterten Geschäftsentwicklung scharf kritisiert wurde. Der überraschende Gehaltsverzicht gilt nicht für die Vorstandsmitglieder Angelo Maestrini und Stephan Kruppa.

Offen blieb in der Erklärung der Vorstände über ihren Gehaltsverzicht, wie das Erreichen der Gewinnschwelle zu definieren ist. Nach den jüngsten Prognosen von Brokat soll sie - allerdings nur gemessen am Ebitdaso - im vierten Quartal 2001 erreicht werden. Den Aufwand für die Restrukturierungsmaßnahmen bezifferte Finanzvorstand Janßen auf eine Größenordnung von vier Mio Euro. Davon entfalle der Großteil auf Abfindungszahlungen im Zusammenhang mit der Verkleinerung der Belegschaft. Die Firmenwertabschreibungen würden sich im Jahr 2001 auf 138 Mill. Euro belaufen, gegenüber 49 Mill. Euro im Vorjahr.



Zu Geschäftszahlen, die über den Stand des Berichts über das erste Quartal 2001 hinausgehen, wollte Janßen auf der Hauptversammlung noch keine Angaben machen. Brokat wolle bei der üblichen Berichterstattungspraxis bleiben und die Zahlen für das zweite Quartal Anfang August vorlegen.



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