Bronzeskulptur gestohlen
Nacht der langen Finger

Während der "Langen Nacht der Museen" am 25. Mai ist in der Hamburger Kunsthalle eine Bronzeskulptur des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti (1901-1966) gestohlen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, war das 1956 entstandene Werk während der Sonderveranstaltung verschwunden.

dpa HAMBURG. Rund 16 000 Menschen hatten von 18.00 bis 3.00 Uhr zur "Langen Nacht" das Museum besucht. Die Täter hatten das 32 Zentimeter hohe Original gegen eine bemalte Holzkopie ausgetauscht.

Der Wert der Skulptur wird auf 500 000 ? geschätzt. Kunsthallendirektor Uwe Schneede verwies darauf, dass das Werk nummeriert und durch einen Gießerstempel identifizierbar sei. Ein Weiterverkauf sei "nahezu unmöglich". Schneede appellierte an die Diebe, die Figur an das Museum zurückzugeben.

Ob der Diebstahl auf die wertvolle Giacometti-Arbeit abzielte oder der Austausch gegen eine schlechte Imitation ein übler Scherz war, mit der die Reaktion des Museums getestet werden sollte, ist nach Ansicht der Geschäftsführung der Kunsthalle derzeit noch offen. Erst am Dienstag hatte eine Mitarbeiterin des Museums den Diebstahl bemerkt.

Die Skulptur stellt einen Menschen dar, dessen Arme unterhalb der Schulterblätter abgeschnitten sind. Das Werk stand in der Kunsthalle auf einem Holzsockel unter einer Plexiglashaube. Bei der Kopie fehlen die Schultern und der Fuß ist deutlich kleiner als beim Original. Auch die Farbe der echten Skulptur wurde bei der Fälschung nur annähernd wiedergegeben.

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