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Brot und Breitband

Menschen wollen Brot und Spiele - auch online.

Über 150 000 Zugänge zu seiner Breitband-Online-Spieleplattform X-Box live hat der kommende Unterhaltungsriese Microsoft in nur einer Woche in den USA verkauft. Wer Breitband hat, der will es für mehr nutzen als E-Mails abrufen - und zahlt dafür. Das ist die Botschaft solcher Zahlen. Ein Hoffnungsschimmer für Deutschland mit rund 2,7 Mill. DSL-Anschlüssen. Die Breitband-Anbieter suchen nach neuen Attraktionen, seit ihr Promotor Nummer eins, Napster, nicht mehr unter uns weilt. Online-Spiele könnten das sein, wie das Beispiel Südkorea zeigt: Dort finden Online-Turniere ein Millionenpublikum und Erwähnung in den Nachrichten, fördert der Staat mit Millionen die PC-Spiele-Industrie. Wer Spiele programmiert, bekommt selbst den Militärdienst erlassen. Erklärtes Ziel: Führendes Spiele-Exportland zu werden in der kommenden digitalen Breitband-Welt. Die Menschen wollen Brot und Spiele - auch online. Vielleicht ist es an der Zeit, auch in Deutschland über die Chancen der elektronischen Unterhaltungsindustrie für den Wirtschaftstandort neu nachzudenken.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
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