Brot und Brötchen werden teurer
Bäcker backen kleine Brötchen

Sowohl die handwerklichen Bäcker als auch die Großbäckereien wiesen am Dienstag in getrennten Veranstaltungen in Hamburg und Düsseldorf auf die steigende Kostenbelastung für die Branche durch höhere Energie- und Personalkosten hin. Die Handwerksbäcker befürchten zudem, dass durch den zunehmenden Preisdruck von Supermärkten und Discountern bis zu 20 000 von 310 000 Arbeitsplätzen in der Branche in den kommenden Jahren verloren gehen könnten.

HB/dpa HAMBURG/DÜSSELDORF. Nach Erhebungen des Forschungsunternehmens GfK ist der Verbrauch von Brotwaren in Deutschland relativ stabil. Rechnerisch konsumierte jeder Einwohner im vergangenen Jahr 85,3 Kilogramm Brot und Kleingebäck, das sind 0,4 Kilogramm mehr als im Jahr zuvor. Der tatsächliche Verbrauch ist jedoch deutlich geringer, weil viel weggeworfen wird oder nicht zum menschlichen Verzehr gelangt. Ungefähr jedes zweite Brot wird mittlerweile bei Aldi, anderen Discountern oder im Supermarkt gekauft, vor allem in Großstädten.

Da die Waren beim traditionellen Bäcker teurer sind, entfallen nach Umsatz jedoch rund zwei Drittel des Marktes oder 13,5 Milliarden Euro auf das Handwerk, bei leicht abnehmender Tendenz. So hält die Konzentration in der Branche an; die Zahl der Betriebe reduzierte sich seit Jahresbeginn von 18 900 auf 18 500. Im ersten Halbjahr konnten nach den Angaben der Verbände die Großbäckereien ihre Umsätze knapp halten, während sie bei den traditionellen Bäckereien zurückgingen.

Für die Großbäckereien schlagen auch die höheren Preise für Verpackungen zu Buche sowie die gestiegenen Weizen- und Roggenpreise. "Wenn wir weiterhin das Ziel haben, nur das Beste backen zu wollen, dann können wir die Augen nicht weiter vor den gestiegenen Kosten verschließen", sagte Verbandspräsident Lothar Mainz in Düsseldorf. Mit einem durchschnittlichen Kilopreis von 1,19 Euro seien Backwaren in Deutschland nur halb so teuer wie zum Beispiel in Frankreich. Nach Daten der zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) sind Brot und Brötchen gegenüber dem vergangenen Jahr bereits teurer geworden. So erhöhte sich der Preis für ein Vollkornbrot von 2,18 auf 2,28 Euro, das sind 4,4 Prozent.

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