Brüder tun sich schwer mit der möglichen Lösung
Geldbuße für Haffa-Brüder im Gespräch

Im Prozess gegen den EM.TV-Gründer Thomas Haffa und seinen Bruder Florian gibt es nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" Bemühungen um eine Vergleichslösung.

HB/dpa HAMBURG. Seit dem letzten Verhandlungstag am vergangenen Dienstag werde zwischen Richterin Huberta Knöringer, Staatsanwalt Peter Noll und den Haffa-Verteidigern in München ein Modell diskutiert, wonach das Gericht von den Vorwürfen strafbarer Handlungen abrücken und nur noch auf eine Ordnungswidrigkeit erkennen würde, schreibt "Der Spiegel". Dies sei verbunden mit einer Geldbuße von jeweils 1,2 Millionen Euro für jeden der beiden Haffas.

Die Brüder müssen sich seit Anfang November wegen des Verdachts des Kursbetrugs vor dem Münchner Landgericht verantworten. Sie sollen den Kurs der EM.TV-Aktie mit haltlosen Gewinnprognosen und einer falschen Pflichtmitteilung manipuliert haben. Der Prozess soll am 3. März fortgesetzt werden.

Der Verteidiger von Thomas Haffa, Rainer Hamm, räumte auf "Spiegel"-Anfrage ein, dass über ein entsprechendes Angebot der Staatsanwaltschaft in den vergangenen Tagen gesprochen worden sei. "Wir sind aber noch nicht so weit, dass eine Einigung in Sicht ist", sagte Hamm. Die beiden ehemaligen EM.TV-Manager tun sich dem Bericht zufolge vor allem deshalb schwer mit einer solchen Lösung, weil sie vermeiden wollen, dass sich daraus ein vorsätzliches Handeln ableiten lässt. In diesem Fall hätten zivilrechtliche Schadensersatzklagen von Anlegern wohl deutlich höhere Chancen auf Erfolg.

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