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Brüssel erhöht Druck bei IAS 32 und 39

Die Europäische Kommission erhöht den Druck bei den umstrittenen Bilanzierungsstandards für ...

Die Europäische Kommission erhöht den Druck bei den umstrittenen Bilanzierungsstandards für Finanzinstrumente (IAS 32 und IAS 39), so eine Meldung der Börsen-Zeitung vom 2. 6. 2004. Ein Sprecher des für Finanzdienstleistungen zuständigen EU-Kommissars Frits Bolkestein erklärte, die Standards müssten "bis Mitte Juni" feststehen, ansonsten sei das Datum 1. 1. 2005 zur fristgerechten Umsetzung der Internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) nicht zu halten.
Derzeit stoße die Vorlage des IASB insbesondere zum IAS 39 jedoch auf erheblichen Widerstand bei den europäischen Banken. Die Kreditwirtschaft befürchtet wegen der zeitnahen Bilanzierung der Finanzinstrumente erhebliche Ergebnisvolatilitäten. In Marktkreisen hieß es, im Gegensatz zum EU-Beratungsausschuss Efrag, der das Gesamtpaket der Standards nicht in Frage stellen wolle und deshalb eine Umsetzung nach IASB-Vorlage favorisiere, stehe die Kommission auf Seiten der Kreditwirtschaft.
Zwar hat der IASB das IFRS-Rahmenwerk und damit auch die beiden Derivatestandards bereits verabschiedet, aber die strittigen Punkte wurden ausgeklammert. So diskutieren IASB und Banken u.a. derzeit noch über Sichteinlagen und andere Einlagen, die vom Einleger abgerufen werden können. Diese dürfen nur über den Zeitraum abgesichert werden können, bis zu dem der Einleger diese erstmalig zurückfordern kann. Die Banken wollen dagegen eine Absicherung nach der wesentlich längeren Verweildauer

Quelle: FINANZ BETRIEB, 03.06.2004

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