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Brüssel ermittelt gegen US-Biotech-Firma Chiron

Das Unternehmen missbraucht mit seinem Patent zum Nachweis des Hepatitis C-Virus (HCV) seine marktbeherrschende Stellung, lautet der Vorwurf.

DÜSSELDORF. Einer der weltweiten Biotech-Marktführer, die amerikanische Chiron Corpo-ration in Emeryville (Kalifornien), ist ins Visier der Brüsseler Wettbewerbshüter geraten. Laut Handelsblatt (Dienstagsausgabe) erfuhr, hat der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Chiron eingelegt. Wolfgang von Meibom von der Düsseldorfer Anwaltskanzlei Andersen Legal: "Das Unternehmen missbraucht mit seinem Patent zum Nachweis des Hepatitis C-Virus (HCV) seine marktbeherrschende Stellung." Der DRK befürchtet als Folge der Monopolstrukturen horrende Preissteigerungen für die in Deutschland gesetzlich vorgeschriebe-nen Hepatitis-C-Tests.

Denn am Chiron-Patent kommt kein Blutspendedienst vorbei, weil die bisherigen Antikörpertests wegen der langen Nachweisdauer nicht mehr verwendet werden. Chiron hat das HCV-Virus 1987 entschlüsselt und hält das Gen-Patent bis zum Jahr 2010. Weltweit kommt das Verfahren bei bis zu 50 Mil-lionen Blutkonserven zum Einsatz.

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