Brüssel gibt grünes Licht
Deal zwischen Deutscher Bank und ZFS perfekt

Die Europäische Kommission hat den Deal zwischen der Deutschen Bank AG und Zurich Financial Services (ZFS) genehmigt. Die Entscheidung sei im vereinfachten Verfahren getroffen worden, weil das Vorhaben keinerlei Auswirkungen auf den Wettbewerb erwarten lasse, teilte die Brüsseler Behörde gestern mit. Damit ist die anvisierte Allfinanzkooperation ohne gegenseitige Beteiligung der beiden Institute aus Frankfurt und Zürich perfekt.

HB/vwd BRÜSSEL/FRANKURT/M. Wie vereinbart kann die ZFS nun 75,9 Prozent der Anteile des gut positionierten Versicherers Deutscher Herold übernehmen, der einen Wert von 1,5 Mrd. Euro hat. Die restlichen 24,1 Prozent sollen in privater Hand bleiben. Damit stärken die Schweizer erheblich ihre Position auf dem wichtigen deutschen Markt. Hinzu kommt eine weitreichenden Vertriebspartnerschaft mit der Deutschen Bank.

Im Gegenzug übernimmt die Deutsche Bank 100 Prozent des US-Investmentmanagers Zurich Scudder Investments. Dessen Wert wird mit 2,5 Mrd. US-Dollar beziffert. In dem Tausch nicht enthalten ist Threadneedle Investments, der britische Vermögensverwalter von Scudder. Die Deutsche Bank übernimmt das Asset-Management-Geschäft (Vermögensverwaltung) der ZFS in Deutschland und Italien.

Die Schweizer kontrollieren dagegen die Bonnfinanz Aktiengesellschaft für Vermögen, den bundesweit viertgrößten Vertrieb für Finanzdienstleistungen. Zudem übernehmen sie das Beratungsunternehmen Deutsche Gesellschaft für Vermögensberatung. Bereits im September 2001 waren die Verträge von den beiden Geschäftspartnern ausgehandelt und unterschrieben worden.

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