Brüssel verhängt Millionenbußgelder wegen Preisabsprachen
Gemauschel der Bierbrauer kommt teuer

Die EU-Kommission hat erstmals Millionenbußgelder gegen Bierbrauer wegen verbotener Preisabsprachen verhängt. Die belgische Interbrew S.A., der die deutsche Beck's-Brauerei gehört, muss 46,487 Mill. Euro (90,9 Mio DM) zahlen, entschied die EU- Kommission am Mittwoch in Brüssel nach zweijährigen Ermittlungen.

dpa BRÜSSEL. Die belgische Brauerei Alken-Maes erhielt ein Strafgeld von 44,628 Mill. Euro. Die Kommission hat seit längerem den Verdacht, dass es ein europäisches Bierkartell gibt. Ermittelt wird auch in anderen europäischen Ländern. So gab es Durchsuchungen in den Niederlanden und in Italien.

Außerdem verhängte die Kommission erneut ein Bußgeld gegen den Schweizer Konzern Hoffmann-La Roche. Wegen Preisabsprachen auf dem Markt für Zitronensäure seien 63,5 Mill. Euro (124 Mio DM) in die EU-Kasse zu zahlen, entschied die Behörde. Der US-Konzern Archer Daniels Midland erhielt in diesem Zusammenhang eine Strafe von 39,69 Mill. Euro. Der zum Leverkusener Bayer-Konzern gehörende US- Gesellschaft Haarmann & Reimer soll ein Bußgeld von 14,22 Mill. Euro zahlen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%