Brüssel vertagt Entscheidung
Beck's-Übernahme stößt auf Probleme

Die EU-Kommission hat ihre Entscheidung wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken verschoben.

dpa BRÜSSEL. Der Einstieg des belgischen Bierkonzerns Interbrew beim Bremer Brauhaus Beck's stößt auf Probleme. Die EU-Kommission hat ihre Entscheidung über den Fall um zwei Wochen vertagt, wie eine Sprecherin von Wettbewerbskommissar Mario Monti am Freitag in Brüssel bestätigte. Der Kommissar halte wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen eine Genehmigung für möglich. Um diese von vornherein auszuräumen und eine vertiefte Prüfung zu vermeiden, habe Interbrew einige Zusagen gemacht, sagte die Sprecherin.

"Es gibt keine unüberwindlichen Hindernisse", sagte ein Interbrew-Sprecher und betonte die guten Kontakte des Unternehmens zur EU-Wettbewerbsbehörde. Nähere Angaben machte er nicht. Mit der Fristverlängerung hat die EU-Kommission nun bis zum 29. Oktober Zeit, über den Beck's-Kauf zu entscheiden. Dann kann sie den Einstieg von Interbrew in Bremen entweder genehmigen oder eine vertiefte Prüfung des Vorhabens beginnen.

Interbrew hatte den Kauf von Beck's für 3,5 Mrd. DM (rund 1,74 Mrd. ?) im August besiegelt. Der belgische Braukonzern will damit seine Marktstellung in Deutschland ausbauen und seine Position als nach eigenen Angaben zweitgrößter Bierbrauer in der Welt absichern.

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