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Brüssel will mehr Informationen zu Fusion Vivendi-Seagram-Canal

Die Kommission erklärte am Mittwoch in Brüssel, sie benötige von den beteiligten Firmen zusätzliche Informationen über den geplanten Zusammenschluss.

BRÜSSEL/PARIS dpa-AFX. Die Fusion der europäischen Medienkonzerne Vivendi und Canal+ mit der kanadischen Seagram-Gruppe stößt bei der EU-Kommission auf Hindernisse. Die Kommission erklärte am Mittwoch in Brüssel, sie benötige von den beteiligten Firmen zusätzliche Informationen über den geplanten Zusammenschluss. "Brüssel hat einen Fragenkatalog aufgestellt, den wir bis Ende August beantworten müssen", sagte ein Vivendi-Sprecher in Paris. Mit einer Entscheidung der Kommission, die ursprünglich für den 21. August vorgesehen war, werde nun Mitte September gerechnet. Die drei Unternehmen hatten ihr Fusionsvorhaben im Juni bekannt gegeben. Vivendi wird dabei den kanadischen Konzern per Aktientausch für 34 Mrd. USD (73,78 Mrd. DM) erwerben. Zugleich wird Canal+ wieder zur vollständigen Tochter von Vivendi. Das neue transatlantische Unternehmen kommt rechnerisch auf einen Jahresumsatz von 55 Mrd. Euro (107,57 Mrd. DM), davon rund 17 Mrd. Euro (33,25 Mrd. DM) im Telekom -, Musik- und Filmbereich. Es wird eigenen Angaben zufolge zum zweitgrößten Medienkonzern der Welt hinter AOL/Time-Warner aufrücken.

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