Archiv Brüsseler PR-Offensive

Rundfunksender sind derzeit knapp bei Kasse. Das weiß auch die EU und will die Finanznot der Medienunternehmen für eigene PR-Zwecke nutzen.

Nach dem Motto "Wer zahlt, schafft an" lockt Brüssel in Zeiten der Werbekrise mit Steuermitteln, um "zu einem positiven Bild der Erweiterung" beizutragen, wie es in einer Mitteilung der EU-Kommission heißt. Unter der folgenden Internetadresse gibt es genaue Infos, wie der Fördertopf von 4,5 Millionen Euro angezapft werden kann. Die TV- und Radioanbieter müssen als Gegenleistung einen entsprechenden Inhalt und dessen Verbreitung garantieren. Eigentlich kann sich die EU die Steuermillionen sparen. Auch ohne Förderung wird die Osterweiterung ein großes Medienthema sein. Nur wird die Berichterstattung nicht ganz so positiv ausfallen, wie sich Brüssel das wünscht. Und das ist auch gut so.

Hans-Peter Siebenhaar ist Medienredakteur des Handelsblatts

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