Brutaler Preiswettbewerb und kostspielige Verkaufshilfen
Deutsche Autohersteller erzielen gute US-Verkaufsergebnisse

dpa-afx NEW YORK. Die deutschen Automobilhersteller BMW, Volkswagen, Audi, Porsche und Mercedes-Benz haben im Mai in den USA mit ihren Verkaufszahlen erheblich besser als der US-Gesamtmarkt abgeschnitten, der um 1,2 Prozent auf rund 1,6 Mio. Fahrzeuge schrumpfte. Dies geht aus den am Freitag vorgelegten Verkaufszahlen der Automobilkonzerne hervor. Der Markt war von einem brutalen Preiswettbewerb und kostspieligen Verkaufshilfen der Autofirmen geprägt.

Mercedes weiterhin stark

Die Mercedes-Benz USA verbuchte im Mai einen Rekordabsatz von 19 275 Autos und übertraf das Ergebnis des entsprechenden Vorjahresmonats um 15 Prozent. Die US-Vertriebstochter für Mercedes-Benz-Autos lieferte seit Jahresbeginn 82 894 Fahrzeuge aus, plus 0,5 Prozent. Die C- und S-Klasse-Modelle waren besonders gesucht.

Absatzrückgang bei Chrysler

Dagegen fiel der US-Absatz der Chrysler Group, der US-Tochter von Daimler-Chrysler, im Mai um acht Prozent auf 207 487 Stück und in den ersten fünf Monaten 2001 um 13 Prozent auf 991 417 Autos. Minivans und der PT Cruiser im Retro-Look wiesen hohe Zuwachsraten auf. "Der neue Jeep-Liberty verlässt die Ausstellungsräume der Händler so rasch wie er herein kommt", freute sich Chrysler-Verkaufschef Gary Dilts. Dagegen gab es im Pkw-Bereich und bei einigen anderen Jeep-Modellen Rückschläge.

General Motors steigert Absatz

General Motors legte im Mai überraschend um ein Prozent auf 459 050 Stück zu. GM hat seit Jahresbeginn 2,01 Mill. Autos im heimischen Markt verkauft oder sieben Prozent weniger als in den ersten fünf Monaten 2000. Ford hatte im Mai einen Absatzrückgang um 10,5 Prozent auf 372 798 Autos verbucht. Ford hat gerade eine Rückrufaktion für 13 Mill. Firestone-Reifen angekündigt. Die Ford-Auslieferungen fielen im Januar-Mai-Abschnitt um 12,1 Prozent auf 1,64 Mill. Autos. Die Porsche Cars North America konnten ihren US-Sportwagenverkauf im Mai um zwölf Prozent auf 2 404 Stück ausbauen und hat seit Jahresbeginn um neun Prozent auf 11 140 Einheiten zugelegt.

BMW steigert Verkauf überdurchschnittlich

Die BMW of North America steigerte ihren Mai-Absatz massiv um 32 Prozent auf 20 231 Autos. Der BMW-Absatz ist in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 18 Prozent auf 87 007 Prozent in die Höhe geschossen. Das war ein Rekordabsatz. Der Absatz der Dreier-Modelle konnte im Mai um fast 50 Prozent erhöht werden. Der Verkauf der BMW-Geländewagen "Sport Activity Vehicle" stieg sogar um 93 Prozent.

VW erzielt Rekordumsatz

Die Volkswagen of America verkaufte im Mai 34 398 Autos, plus vier Prozent. Es war das beste Mai-Verkaufsergebnis seit 1973 und das beste Monatsresultat seit 1979. Der neue Passat, der Jetta und der Golf konnten kräftig zulegen, während der Beetle-Absatz rückläufig war. Die Audi of America hat im Mai 7 719 Autos im US-Markt untergebracht, plus 10,9 Prozent. Die amerikanische Audi-Vertriebsfirma verbuchte in den ersten fünf Monaten dieses Jahres einen Rekordabsatz von 33 983 Autos, plus 1,5 Prozent. Der Audi TT und der A4 waren Bestseller.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%