Bruttoinlandsprodukt hinter Analysten-Erwartung
US-Wirtschaft wächst langsamer

Die Wirtschaftsleistung in den USA hat sich im zweiten Quartal verglichen mit den Monaten Januar bis März deutlich abgeschwächt. Wie das Handelsministerium am Donnerstag im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtete, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um annualisiert 1,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

vwd WASHINGTON. Von der Agentur vwd befragte Analysten hatten mit einer Aufwärtsrevision auf annualisiert 1,2 Prozent gerechnet, nachdem das Handelsministerium in erster Schätzung ein Plus von 1,1 Prozent gemeldet hatte. Im ersten Quartal war die US-Wirtschaft um 5,0 Prozent gewachsen, im vierten Quartal war ein Zuwachs von 2,7 Prozent verzeichnet worden. Als alternatives Maß für die Entwicklung der Inflation in den USA wies das Ministerium in revidierter Rechnung eine Zunahme des PCE-Deflators um 2,5 (1. Schätzung: plus 2,5) Prozent aus. Im Vorquartal war der PCE-Deflator um 1,1 Prozent gestiegen.

Der Bericht bestätigte, dass sich das Wachstum der Konumausgaben im zweiten Quartal markant verlangsamt hat. So wurde nunmehr ein Plus von bestätigt 1,9 Prozent ausgewiesen, nachdem für das Vorquartal noch ein Zuwachs von 3,1 Prozent gemeldet worden war. Daneben haben sich der deutliche Anstieg der Importe und ein erneuter Lageraufbau nachteilig auf das BIP-Wachstum niedergeschlagen. Die Einfuhren erhöhten sich im Zweitquartal um 22,8 (vorläufig: plus 23,5) Prozent, während die Exporte um lediglich 12,3 (11,7) Prozent zulegten. Im Verlauf des Quartals stockten die Unternehmen des Landes ihre Lager um 7,3 Mrd. US-Dollar (USD) auf. Hier kam es zu einer starken Revision des vormals gemeldeten Werts, der auf plus 1,0 Mrd. USD gelautet hatte.

Die Unternehmensinvestitionen waren im zweiten Quartal um 2,6 Prozent rückläufig; in erster Schätzung war hier ein Minus von lediglich 1,6 Prozent berichtet worden. Damit nahmen die Unternehmensinvestitionen bereits das siebte Quartal in Folge ab, allerdings in geringerem Ausmaß als zuvor. Positiv wurde von Beobachtern allerdings der Anstieg bei den Investitionen für Software und Ausrüstungen gewertet, die erstmals in knapp zwei Jahren zulegten und ein Plus von 3,1 Prozent registrierten. Zugleich deutet der Anstieg des PCE-Deflators auf einen erhöhten Inflationsdruck im zweiten Quartal.

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