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Bruttoinlandsprodukt treibt Indizes ins Plus

Vorbörslich deuten die Futures auf einen freundlichen Handelsstart. Sowohl der Eröffnungsindikator der Nasdaq als auch der S&P 500 Future tendieren im Plus. Vor allem positive Wirtschaftsdaten lassen die Futures in die Höhe schießen. Schwache Zukunftsprognosen zahlreicher Unternehmen dürften den Kursen nichts anhaben.

Um 14.30 MEZ hat das Handelsministerium das Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal veröffentlicht. Das Bruttoinlandsprodukt ist der aussagekräftigste Indikator für die Wirtschaftslage eines Landes. Mit einem Anstieg von zwei Prozent lag die Kennzahl deutlich höher, als von den Experten erwartet wurde. Diese rechneten nur mit einem Anstieg von 1,1 Prozent, nachdem der Index im vergangenen Quartal um ein Prozent geklettert war. Der große Anstieg zeigt, dass die amerikanische Wirtschaft viel stärker ist, als von Analysten erhofft wurde.

Um 16.00 Uhr MEZ blickt die Wall Street auf das Konsumentenvertrauen von der Universität von Michigan. Nach dem Vormonatsergebnis von 87,8 Punkten rechnen Experten im März mit einem Anstieg auf 88 Punkte.

Bei Philip Morris sorgen Diskussionen um den fairen Börsenpreis der Lebensmittelsparte Kraft für Gesprächsstoff. Spekulationen zufolge könnte der Börsengang bereits im Mai erfolgen. Laut Goldman ist das Papier mit 25 Dollar fair bewertet. Bis zu 28 Dollar würden die Analysten Investoren zum Kauf raten. Kraft North America ist mit einem Umsatz von 15,2 Milliarden Dollar der größte Lebensmittelkonzern in Nordamerika. Laut Goldman Sachs sind Nestle, Unilever und Danone international jedoch besser positioniert.

Der Glasfasersektor dürfte heute unter den negativen Zukunftsaussichten von Corning leiden. Das Glasfaserunternehmen hat zwar die Gewinnerwartungen im ersten Quartal um einen Penny übertroffen, die Ertragsprognosen für das laufende Jahr jedoch von 1,30 Dollar auf 1,20 Dollar je Aktie gesenkt. Da Telefongesellschaften geplante Ausgaben zurückgestellt haben, wird Corning 4.300 Arbeitsplätze streichen, um Kosten einzusparen. Vor Handelsbeginn liegt der Wert nahe dem Vortagesschlusskurs. Der Konkurrent JDS Uniphase tendiert äußerst freundlich, während Ciena ins negative Terrain rutscht.

Neben dem Glasfaserbereich muss auch der Biotechnologiesektor gegen korrigierte Gewinnaussichten ankämpfen. Zwar hat Amgen vor allem mit Epogen einen Gewinn im vergangenen Quartal von 305 Millionen Dollar erzielt, doch wird das Nachfolgepräparat Aranesp die Zulassung der Behörden nach Firmenangaben später bekommen als zunächst erwartet. Das Management rechnet nun mit der Zulassung im zweiten Quartal. Dadurch werden sich Umsätze, die ursprünglich für das laufende Jahr eingeplant waren, in das kommende Jahr verschieben. Die Gewinnprognosen für 2001 werden dadurch gefährdet.

Der Dritte im Bunde der pessimistischen Zukunftsaussichten ist der Kaffesektor. Zwar konnte die größte amerikanische Kaffehauskette sowohl den Gewinn als auch den Umsatz deutlich steigern und die Konsensschätzungen erreichen, doch sieht die Zukunft nicht besonders rosig aus. Angesichts der hohen Kaffeepreise der Kette schränken sich die Kunden in ihrem Kaffekonsum ein. Das Management geht davon aus, dass die Verkaufszahlen im laufenden Jahr am unteren Ende der ursprünglichen Prognosen liegen werden.

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