Bruttomargen erhöht
H&M verdoppelt Gewinn im ersten Quartal

Der nach Marktkapitalisierung weltgrößte Bekleidungseinzelhändler Hennes & Mauritz (H&M) hat seinen Gewinn vor Steuern im ersten Geschäftsquartal mehr als verdoppelt und damit die Analystenerwartungen übertroffen.

Reuters STOCKHOLM. Durch eine neue Strategie bei den Lagerbeständen sei ein Anstieg der Bruttomargen erreicht worden, teilte das schwedische Unternehmen am Freitag mit.

Der Gewinn vor Steuern sei im ersten Quartal (zum 28. Februar) um 107 % auf 1,18 Mrd. Kronen (rund 131 Mill. Euro) geklettert, teilte H&M weiter mit. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 928 Mill. Kronen gerechnet. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um 17 % auf 11,25 Mrd. Kronen. Die H&M-Aktien reagierten mit Kursgewinnen von zeitweise knapp 13 % auf 213,50 schwedische Kronen.

Die Planung mit niedrigeren Lagerbeständen als im Vorjahr habe zu geringeren Preisnachlässen geführt und dadurch die Bruttomargen erheblich erhöht, teilte H&M mit. Die Bruttomarge sei daher im ersten Quartal auf 52,9 nach 45,8 % im Vorjahr gestiegen.

Das Unternehmen bekräftigte zudem, dass zu den bestehenden 776 H&M-Filialen in 14 Ländern im laufenden Jahr 90 weitere Geschäfte kommen sollen. Im ersten Quartal seien bereits sieben neue Läden hinzugekommen, zwei seien geschlossen worden. In Deutschland würden im zweiten Quartal sieben neue Läden eröffnet. Im vergangenen Jahr hatte die schwedische Kette ihr Netz um 93 Filialen erweitert.

Analysten werteten die Geschäftszahlen von H&M als positiv. Fondsmanager Stuart Fraser von Standard Life Investments sagte: "H&M ist offenbar die Probleme, die das Unternehmen im vierten Quartal mit den Lagerbeständen hatte, losgeworden. Der Umsatz ist auch gestiegen, das nimmt der Markt positiv auf."

"Das ist wirklich, wirklich gut", sagte ein schwedischer Analyst. "Ein Blick auf die Gewinnmargen zeigt, dass sie (H&M) ihre Kosten der niedrigeren Nachfrage angepasst haben." Ein anderer Analyst sagte, die Zahlen würden nur Gutes für die Zukunft verheißen. "Das erste Quartal ist traditionell schwach, daher können wir für die nächsten Monate höhere Umsätze erwarten", sagte er weiter.

Der spanische H&M-Konkurrent Inditex, zu dem die Bekleidungskette Zara gehört, hatte am Donnerstag mitgeteilt, vor allem dank seiner Expansion in den USA im abgelaufenen Geschäftsjahr einen um 31 % höheren Gewinn erwirtschaftet zu haben.

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