BSE-Krise führt zu Millionenverlusten
Südfleisch will weitere Stellen streichen

Nach Millionenverlusten im vergangenen Jahr will der Südfleisch-Konzern durch weitere Stellenstreichungen und Kosteneinsparungen profitabel werden.

dpa MÜNCHEN. "Wir haben im letzten Jahr ein Desaster erlebt, das uns eine Lehre war", sagte Konzernchef Volkmar Taucher am Dienstag in München. Noch in diesem Jahr sollen bei Südfleisch und dem Tochterunternehmen Lutz Fleischwaren weitere 250 der derzeit rund 4 400 Arbeitsplätze wegfallen. Inmitten der BSE-Krise Anfang des Jahres hatte der Konzern bereits 200 Stellen gestrichen und sich von einem Teil seiner Kapazitäten getrennt.

Insgesamt will der genossenschaftlich organisierte Konzern bis zum nächsten Jahr bis zu 30 Mill. DM einsparen. In diesem Jahr erwartet Taucher vor allem durch diese Kostensenkungen einen Jahresüberschuss in zweistelliger Millionenhöhe. Im ersten Halbjahr habe Südfleisch bereits einen Überschuss von rund 5 Mill. DM (rund 2,56 Mill. ?) erzielt, nach einem Minus von 7 Mill. DM im Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung ist nach Worten von Taucher fast vollständig durch die Restrukturierungen erreicht worden. Der Umsatz sei gegenüber dem ersten Halbjahr 2000 zurückgegangen. Konkrete Zahlen nannte Taucher nicht.

Im Jahr 2000 hatte Südfleisch durch die gestiegene Schweinepreise und die BSE-Krise einen Verlust von 19,7 Mill. DM eingefahren. Der Umsatz stieg durch höhere Preise um 4,4 % auf 2,8 Mrd. DM. "Das hätte durchaus zur Pleite führen können, wenn das Eigenkapital verzehrt gewesen wäre", sagte Taucher. Über mehrere Jahre können Südfleisch ein solches "Horrorszenario" nicht verkraften.

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