BSE-Krise
Funke sieht keinen Grund für Rücktritt

adx HAMBURG. Der durch die BSE-Krise in die Schusslinie geratene Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) lehnt einen Rücktritt weiter ab. Dem Radiosender NDR 4 Info sagte Funke am Freitag, er werde im Amt bleiben. Der Minister räumte allerdings ein, auch Fehler gemacht zu haben. Wenn er gewusst hätte, dass in einigen Ländern die Behörden die Futtermittelproduktion nicht so überwachen wie notwendig, hätte er "eher eine Verfütterung des Tiermehls verboten", sagte Funke.

Funke wies Berichte zurück, wonach er schon im April von der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen die Empfehlung erhalten habe, Tiermehl zu verbieten und Rinder auf BSE zu testen. Der SPD-Politiker sagte, es habe damals lediglich eine Besprechung mit Wissenschaftlern gegeben. Damals sei von "Tiermehl im Sinne des Verfütterungsverbotes" überhaupt nicht die Rede gewesen, sondern davon, dass es darauf ankomme, kranke, auffällige Tiere epidemiologisch zu untersuchen und Schnelltests europaweit voran zu bringen. Der Agrarminister bestritt auch, dass es schon Mitte der 90er Jahre Hinweise auf in Deutschland verursachte BSE-Fälle gegeben habe. Solche Äußerungen seien "dummes Zeug". Gegenwärtig sei es wohl so, dass sich "abenteuerliche Behauptungen förmlich ansammeln".

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