BSE-Krise
Zeitung: CSU handelt Eichhorn als Nachfolgerin für Stamm

Bayerns Gesundheitsministerin Stamm steht wegen ihres Verhaltens in der BSE-Krise offenbar auch CSU-intern unter Druck. Die CSU-Bundestagsabgeordnete Eichhorn werde bereits als Nachfolgerin gehandelt.

ddp AUGSBURG/MÜNCHEN. Bayerns Gesundheitsministerin Barbara Stamm (CSU) steht wegen ihres Verhaltens in der BSE-Krise offenbar auch CSU-intern unter Druck. "Hinter vorgehaltener Hand" werde bereits die CSU-Bundestagsabgeordnete Maria Eichhorn als Stamms Nachfolgerin gehandelt, schreibt die "Augsburger Allgemeine". Dem Bericht zufolge hatte Stamm bei der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag in Wildbad Kreuth eingeräumt, sich auf Druck des Bayerischen Bauernverbandes gegen die Entfernung von Risikomaterial bei Rindern, Schafen und Ziegen eingesetzt zu haben. Stamm hatte sich in Briefen vom Juni und August 2000 an die Bundesregierung gewandt, in denen sie sich gegen diese von der EU vorgeschlagene BSE-Vorsorgemaßnahme einsetzte. Mit ihrem Eingeständnis, sie habe dies "unter Druck" des Bauernverbandes getan, habe sich Stamm möglicherweise "um Kopf und Kragen" geredet, berichtet das Blatt.

Nicht mehr viele Mitglieder der CSU-Landesgruppe hätten nach Stamms Erklärung in Wildbad Kreuth Wetten auf das Verbleiben der Ministerin im Kabinett abschließen wollen, auch Generalsekretär Thomas Goppel nicht, heißt es in dem Bericht weiter. Stamm und Landwirtschaftsminister Josef Miller (CSU) hatten bisher die an sie gerichteten Rücktrittsforderungen stets abgelehnt. Zuletzt hatte Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber den beiden Ministern in einer Regierungserklärung am Dienstag den Rücken gestärkt.

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