BSE-verseuchte deutsche Fleischlieferungen
Künast soll BSE-Informationen an EU-Kommission liefern

dpa BRÜSSEL. Die EU-Kommission fordert im Zusammenhang mit möglicherweise BSE-verseuchten deutschen Fleischlieferungen nach Großbritannien wichtige fehlende Informationen von Verbraucherschutzministerin Renate Künast. Der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar David Byrne verlangt in einem Brief an Berlin Antwort darauf, ob die beiden betroffenen Schlachtbetriebe in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wie verlangt geschlossen und die Exportlizenzen eingezogen wurden. Der Brief sei am Mittwochabend nach Berlin gefaxt worden, sagte ein Sprecher von Byrnes am Donnerstag in Brüssel.

In der vergangenen Woche hatten britische Behörden in von den beiden Betrieben gelieferten Rinderhälften Spuren von Rückenmark entdeckt. Dabei handelt es sich um so genanntes hochinfektiöses BSE- Risikomaterial, dass bereits seit Oktober vergangenen Jahres EU-weit entfernt werden muss.

Die EU-Kommission hatte Deutschland wegen der Lieferungen mit einem Exportstopp für Rindfleisch gedroht. Der Sprecher von Byrnes wies darauf hin, dass seit Beginn des Jahres in Großbritannien bereits sechs Mal in deutschen Fleischlieferungen BSE- Risikomaterialien nachgewiesen worden seien. Er betonte erneut, dass nur durch die Entfernung dieser Materialien das BSE-Risiko minimiert werden könne.

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