Buchungskrise im Pauschaltourismus
Zweistelliger Geschäftseinbruch bei Rewe-Touristik

Die Rewe-Touristik wird das laufende Geschäftsjahr (31. Oktober) mit einem der stärksten Einbrüche in der Firmengeschichte abschließen. Für das kommende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit leichten Zuwächsen.

dpa KÖLN. In den ersten neun Monaten verzeichneten ihre drei Pauschalveranstalter ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg ein Umsatzminus von insgesamt 11,5 %, sagte der Geschäftsführer der Rewe Touristik GmbH, Dietmar Kastner, heute in Köln. Inzwischen sei die Reisefreude aber zurück gekehrt. Für das kommende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit leichten Zuwächsen.

Kastner begründete die rückläufige Entwicklung vor allem mit Terroranschlägen, der Euro-Einführung und der Konjunkturschwäche. Außerdem habe die LTU-Krise Ende 2001 die Veranstalter mit in den Abwärtssog gezogen. Die Buchungskrise im Pauschaltourismus ist nach den Worten des Rewe-Tourismus-Chefs seit Anfang Februar allerdings überwunden. Insgesamt habe sich Rewe-Touristik im Vergleich zu den Mitwettbewerbern noch gut aus Affäre gezogen.

Das Unternehmen kündigte an, die Hotelgesellschaften ITC GmbH und LTI International ab dem 1. November 2002 in der Gesellschaft Rewe Touristik - Hotels & Investment zu verschmelzen. Mit der Fusion würden die Kräfte für eine weitere Expansion gebündelt. Das neue Unternehmen betreut 54 Hotelanlagen mit gut 33 000 Betten.

Auf dem deutschen Reisepauschalmarkt ist die Rewe-Touristik mit einem Anteil von 17,2 % die Nummer Drei. In den nächsten zwei bis drei Jahren will die Reisetochter des Kölner Handelskonzerns dem Konkurrenten Thomas Cook den zweiten Rang streitig machen. Unangefochtener Marktführer ist die TUI-Gruppe (Hannover).

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