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Buderus schließt Geschäftsjahr 1999/2000 mit Rekordwerten

Die Erlöse seien um 4 % auf 1,82 Mrd. Euro und das Vorsteuerergebnis um 15 % auf 182 Mill. Euro geklettert, teilte der Konzern mit. Jetzt sollen potenzielle Akquisitionen geprüft werden.

rtr FRANKFURT. Der Heizungsbauer und Autozulieferer Buderus hat im Geschäftsjahr 1999/2000 (zu Ende September) Umsatz und Gewinn auf Rekordwerte gesteigert. Die Erlöse seien um 4 % auf 1,82 Mrd. Euro und das Vorsteuerergebnis um 15 % auf 182 Mill. Euro geklettert, teilte der im Nebenwerte-Index MDax notierte Konzern am Mittwoch in Frankfurt mit. Entsprechend sei geplant, auch die Dividende von derzeit 0,44 Euro ein weiteres Mal zu erhöhen. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben das gebrochene Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umstellen und daher noch 2000 ein Rumpfjahr einschieben.

Zum achten Mal in Folge sei ein neuer Rekord beim Unternehmensergebnis erzielt worden, sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Ulrich Plaul. Das Ende September beendete Geschäftsjahr sei stark durch die Internationalisierung des Unternehmens geprägt gewesen. "Mit einer Ausweitung des Auslandsumsatzes um 15 % auf 653 Mill. Euro erreichte der Auslandsanteil 36 % am Konzernumsatz." Nach wie vor liege der Schwerpunkt des Unternehmens mit 65 % des Konzernumsatzes auf Heizungsprodukten. Auf die Frage, warum Ökosteuer und steigende Ölpreisen nicht zu einem wesentlichen Aufschwung in der Branche geführt haben, antwortete Plaul: "Heizungen sind kein "high-interest"-Produkt. Wir müssen hier Entscheidungshilfen liefern, damit die Menschen in effizientere Systeme investieren." Der Staat habe jedoch den Austausch von 1,8 Mill. Kesseln in den nächsten Jahren vorgeschrieben.

Für die kommenden zwölf Monate werde eine moderate Steigerung des Umsatzes und eine Verbesserung des Vorsteuerergebnisses erwartet, teilte Buderus weiter mit. Voraussetzung sei allerdings, dass die Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie im geplanten Rahmen blieben. Das Investitionsbudget belaufe sich auf 115 Mill. Euro, sagte Plaul. Angesichts "gefüllter Kriegskasse" sei Buderus dabei, jede potenzielle Akquisition zu prüfen. Dazu gehöre die branchennahe Wolf-Gruppe, ein Tochterunternehmen der Preussag.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr stellte Buderus eine erhöhte Dividende in Aussicht. Eine zweite Ausschüttung steht für das angekündigte Rumpfgeschäftsjahr an.

Wegen des Rumpfgeschäftsjahrs findet die nächste Bilanzpressekonferenz nach Plauls Angaben bereits am 31. Januar 2001 statt. Die Buderus-Aktie notierte am Mittwoch zeitweilig um ein Prozent fester auf 20,70 Euro und markierte damit ein neues Jahreshoch. Am Nachmittag notierte die Aktie noch 1/2 % über dem Vortagesschluss bei 20,60 Euro. Der in Wetzlar ansässige Konzern gehört zu knapp einem Drittel dem Baukonzern Bilfinger+Berger.

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