Bürgermeister geht weiter gegen Tabakkonsum vor
Rauchverbot in New Yorks Kneipen

Nach einer kräftigen Erhöhung der Tabaksteuer will New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg nun das Rauchen auch in allen Kneipen und Restaurants verbieten lassen.

dpa/HB NEW YORK. An keiner einzigen Theke der Acht-Millionen-Metropole darf dann noch ein Glimmstängel angezündet werden, berichteten die New Yorker Zeitungen am Freitag. In anderen öffentlich zugänglichen Räumen New Yorks heißt es schon seit 1995 "No Smoking".

Der Tabak-Konzern Philip Morris kündigte sofort Widerstand an. "Ein totales Verbot geht zu weit und verstößt gegen die Rechte von Gaststättenbesitzern", sagte ein Sprecher. Bloomberg will sich bei der Durchsetzung einer gesetzlichen Verordnung, die den Rauchern dann nur Privatwohnungen sowie die Straße für ihr Laster lassen würde, auf Studien über potenzielle Schäden für Passivraucher stützen.

Danach sollen Barkeeper in einer Acht-Stunden-Schicht das Äquivalent von einer halben Schachtel Zigaretten einatmen, ohne selbst zu rauchen. Bei seinem Feldzug für eine nikotinfreie Stadt hatte der Bürgermeister erst vor sechs Wochen die Tabaksteuer derart erhöht, dass Zigaretten in New York inzwischen pro Schachtel 7,50 Dollar kosten (7,75 Euro).

Die Verkaufszahlen sanken dadurch fast auf die Hälfte. Allerdings machen seitdem Internetfirmen, die Zigaretten verschicken, sowie Indianer-Reservate auf Long Island, die traditionell von Steuern befreit sind, erheblich höhere Umsätze. Ein Totalverbot des Rauchens in allen öffentlich zugänglichen Räumen gibt es bereits in den US- Bundesstaaten Kalifornien und Delaware.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%