Büro-Software oft illegal beschafft
Deutsche sind bei Raubkopien Spitzenreiter

Niemand richtet in Westeuropa mit Raubkopien mehr Schaden an als die Deutschen. Nach einer Studie der Business Software Alliance (BSA), zu der Unternehmen wie Microsoft und Apple gehören, haben Softwarepiraten im vergangenen Jahr der Industrie Umsatzeinbußen in Höhe von 720 Millionen Euro beschert.

DÜSSELDORF. Das sind 50 Millionen Euro mehr als 2000. Prozentual gesehen liegen Frankreich und Italien vorn. Dort ist fast jede zweite Programm-CD illegal gebrannt. Mehr als ein Drittel der in deutschen Büros verwendeten Computerprogramme wurde unrechtmäßig beschafft. "Wir laufen Gefahr, im internationalen Wettbewerb einen schlechten Ruf zu bekommen", klagt der deutsche BSA-Chef Georg Herrnleben. Die BSA fordert härtere Strafen, um die Nutzer illegaler Software abzuschrecken. Bei Urheberrechtsverletzungen drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis und hohe Schadensersatzzahlungen.

Im weltweiten Vergleich liegen die Deutschen nur im Mittelfeld. Asiatische und osteuropäische Länder führen die Riege der eifrigsten Softwarepiraten an. So sind in China 92 Prozent aller Programme Raubkopien, in Russland 87 Prozent.

Quelle: WirtschaftsWoche

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