Büro- und Geschäftshäuser in Berlin am teuersten
Immobilienpreise in Toplagen ziehen wieder an

Büro- und Geschäftshäuser sind in Berlin am teuersten. In mittelgroßen Städten stagnieren die Preise.

ap FRANKFURT/MAIN. Auf dem Immobilienmarkt geht es zumindestens in Toplagen der Investment-Zentren wie Berlin oder Frankfurt am Main wieder aufwärts: Mittlerweile werden dort laut einer Untersuchung der Deutschen Bank für Büro- und Geschäftshäuser in Toplagen die höchsten Preise seit fünf Jahren gezahlt. In anderen Groß- und Mittelstädten, die nicht zu den Investment-Zentren zählen, stagnieren die Preise den Angaben zufolge dagegen.

Boomtown auf dem Immobilienmarkt ist der Untersuchung zufolge eindeutig Berlin. Die Bundeshauptstadt weise in diesem Jahr erstmals deutschlandweite Spitzenwerte in den Toplagen aus. 1997 habe ein Büro-/Geschäftshaus in 1a-Lage noch 19 Jahresmieten gekostet, mittlerweile seien es bei deutlich höheren Mieten 21. Auch in Frankfurt am Main zogen die Kaufpreise angesichts gestiegener Mieten den Angaben zufolge kräftig an. Hamburg präsentiere sich stabil auf hohem Niveau. Dies gelte auch für Stuttgart, wobei 1a-Lagen gegenüber dem Vorjahr teurer wurden.

Keine Veränderungen in Freiburg oder Heidelberg

Allerdings beschränkt sich der Boom weitgehend auf die Toplagen. Büro-und Geschäftshäuser in zweiter Lage verteuerten sich im Fünf-Jahres-Vergleich lediglich von 13,8 auf 14,3 Jahresmieten. Und an der Peripherie und den Stadtteilen liegen die Preise den Angaben zufolge nur minimal höher als 1997.

In Städten wie Freiburg und Heidelberg verzeichneten die Experten stagnierende Preise bei verhaltener Nachfrage. Der von vielen erwartete Nachfrageschub durch vom Aktienmarkt enttäuschte Privatanleger sei bisher ausgeblieben. Als Grund vermuteten die Experten die Verlängerung der Spekulationsfrist auf zehn Jahre, die die Attraktivität von Immobilieninvestments nicht gerade erhöhe.

Während in kleineren Städten Privatanleger die Hauptnachfragegruppe stellten, bestimmten in Städten wie Berlin oder Hamburg vor allem institutionelle Investoren die Nachfrage. Für letztere sei die Spekulationsfrist kein Thema, da sie gewerblich tätig seien.

Zugleich wiesen die Experten auf eine Besonderheit der Entwicklung am Immobilienmarkt hin: Während bei der Immobilienkrise zur Jahrtausendwende fallende Mietpreise zu überproportional sinkenden Kaufpreisen geführt hätten, verlaufe die Aufwärtsentwicklung generell nicht so stürmisch. `Erst wenn die Mieten über einen längeren Zeitraum (ein bis zwei Jahre) gestiegen sind, beginnen sich die Kaufpreise in Bewegung zu setzen", hieß es.

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